[KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

In diesem Falle habe ich eine simple Frage gestellt, wie ich sie auch einem Lehrer stellen würde. Möglich, dass ChatGPT ohnehin nur Englisch intern „versteht“ und es bei der Übersetzung zu Missverständnissen kam. Das glaube ich aber nicht. Ich vermute eher, dass durch die Methode, wie KI arbeitet, harte Fakten quasi aufgeweicht werden, weil sie aus vielen Elementen alles zusammenpuzzelt. Sie kann bis heute nicht bis fünf zählen, das heißt, bei einem Prompt „male mir fünf Bäume“ haben mindestens 50% auch mal sechs oder vier Bäume, auch heute noch. Woran das liegt, weiß ich nicht, da es aber ein generelles Problem zu sein scheint und mehrere KI-Modelle gleichermaßen betrifft, tippe ich auf Rechenzeit, Priorisierung oder Abarbeitung der Token. Es wird ein KI-systeminternes Phänomen sein.
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Simon
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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Simon »

Naja, im Prinzip sind doch generative KIs darauf trainiert, Worte so aneinanderzureihen, wie es die Wahrscheinlichkeit in den Trainingsdaten entspricht. Sie verstehen dabei nicht wirklich, was sie ausgeben. Insofern können sie auch keine Rechenregeln befolgen.
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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

Das stimmt, aber 80% der Benutzer (meine Schätzung..) nehmen das für bare Münze. KIs und insbesondere der Platzhirsch ChatGPT werden ja als Suchmaschine, als Assistent und als Lehrer benutzt. Ich habe auch mal ein längeres Gespräch mit „Chatty“ über die derzeitige juristische Situation im Roten Meer geredet und alles schien 100% einleuchtend, insbesondere, was Gesetze und daraus resultierende völkerrechtliche Schlussfolgerungen betraf. Wäre ich ein Schüler der 11. Klasse, würde ich den Inhalt 1:1 in meine Hausaufgaben schreiben... Am Lehrer läge es dann, die Fehler herauszufiltern... (die bei einem derart komplexen Thema, wessen Wasserstraße zu wessen Staatsgebiet gehört und was der Unterschied zwischen geregelten Befahrbarkeiten ist, sicher auftreten...)

Auszüge (wie gesagt, sehr überzeugend. Aber ist auch ALLES korrekt?):
In einem Gewässer verläuft die Grenze zwischen zwei Staaten in der Mitte. Warum behauptet der Iran in der Straße von Hormus, er könne die GANZE Straße sperren? Gehört nicht die Wasserstraße zur Hälfte den anderen Staaten?

Kurz gesagt: **Nein – rechtlich gehört die Straße von Hormus nicht „halb dem Iran, halb anderen Staaten“, und eigentlich darf sie gar nicht gesperrt werden.**
Aber: **In der Praxis kann der Iran sie trotzdem weitgehend blockieren.** Das ist der entscheidende Unterschied.

---

## 1. Wie ist die Rechtslage?

Die Straße von Hormus ist eine **internationale Meerenge**.

* Sie verbindet zwei offene Meere (Persischer Golf ↔ Arabisches Meer).
* Nach dem UN-Seerechtsübereinkommen (UNCLOS) gilt dort das Prinzip der **„Transitdurchfahrt“**.
👉 Bedeutet: **Alle Schiffe dürfen frei und ungehindert durchfahren.** ([DIE ZEIT][1])

Wichtig:

* Die Meerenge liegt **formal im Küstenmeer von Iran und Oman**, nicht in internationalem „Niemandswasser“. ([Leuphana Universität][2])
* Trotzdem dürfen diese Staaten die Passage **nicht einfach sperren oder willkürlich kontrollieren**.

➡️ Rein rechtlich hast du also recht:
Der Iran „besitzt“ nicht die ganze Straße und darf sie **eigentlich nicht schließen**.

---

## 2. Warum kann der Iran trotzdem behaupten, er könne sie sperren?

Weil **Macht ≠ Recht**.

In der Realität entscheidet oft, wer vor Ort militärisch dominieren kann. Und da hat der Iran mehrere Hebel:

### a) Geografie: Flaschenhals

* Die Meerenge ist zwar ~30 km breit,
* aber die **tatsächlich befahrbaren Schifffahrtsrouten sind nur wenige Kilometer breit**.

➡️ Wer diese Korridore kontrolliert, kontrolliert faktisch die Passage.

---

### b) Militärische Kontrolle

Berichte zeigen:

* Iranische Kräfte **kontrollieren die Durchfahrt aktiv**, verlangen Genehmigungen oder weisen Schiffe ab ([onvista.de][3])
* Es gibt Drohungen, Minen, Begleitsysteme usw. ([verkehrsrundschau.de][4])

➡️ Selbst ohne offizielle „Sperre“ entsteht eine **De-facto-Blockade**.

---

### c) Abschreckung statt vollständiger Sperre

Man muss nicht jedes Schiff physisch stoppen. Es reicht:

* Drohung mit Angriffen
* hohe Versicherungsrisiken
* einzelne Festsetzungen oder Angriffe

👉 Ergebnis: Reedereien fahren freiwillig nicht mehr durch.
Das wurde zuletzt deutlich: Viele Schiffe meiden die Route komplett. ([onvista.de][3])

---

### d) Politische Argumentation Irans

Der Iran sagt oft:

* Die Straße sei „offen“ – **aber nicht für Feinde** oder ohne Genehmigung ([Berliner Zeitung][5])

➡️ Das widerspricht dem Völkerrecht, wird aber politisch/militärisch durchgesetzt.

---

## 3. Fazit

* **Rechtlich:**
→ Die Straße von Hormus ist eine internationale Wasserstraße.
→ Kein Staat darf sie einfach schließen.

* **Faktisch:**
→ Der Iran kann sie **weitgehend blockieren**, weil

* er geografisch am Nadelöhr sitzt
* und militärisch Druck ausüben kann

👉 Deshalb wirkt es so, als könne er „die ganze Straße sperren“ – auch wenn das **völkerrechtswidrig** ist.

---

Wenn du willst, kann ich dir auch erklären, warum andere Staaten (z. B. USA oder EU) das nicht einfach verhindern – das ist nämlich ein spannender geopolitischer Punkt.

[1]: https://www.zeit.de/wirtschaft/2026-04/ ... hatgpt.com "Straße von Hormus: Ein paar Schiffe wagen die Durchfahrt | DIE ZEIT"
[2]: https://www.leuphana.de/einrichtungen/f ... hatgpt.com "Internationales Recht: Wer darf durch die Straße von Hormus fahren | Leuphana"
[3]: https://www.onvista.de/news/2026/03-24- ... hatgpt.com "Iran lässt wenige Schiffe in der Straße von Hormus passieren • onvista"
[4]: https://www.verkehrsrundschau.de/nachri ... hatgpt.com "Analyse: Iran kontrolliert Straße von Hormus mit Mautstellen-System"
[5]: https://www.berliner-zeitung.de/news/ir ... hatgpt.com "Iran erklärt: Straße von Hormus ist offen – außer für Schiffe von „Feinden“"

_____


Das heißt, die schiffbare Passage ist auf iranischer Seite? Auf omanischer Seite ist kein Schiffverkehr möglich?

Nicht ganz – so einfach ist es nicht. Die schiffbare Passage liegt **nicht nur auf iranischer Seite**, sondern ist aufgeteilt.

## Wie die Fahrtrouten tatsächlich verlaufen

In der Straße von Hormus gibt es ein festgelegtes Verkehrssystem:

* **Zwei Hauptfahrspuren (jeweils nur wenige Kilometer breit)**

* eine für **einlaufende Schiffe**
* eine für **auslaufende Schiffe**
* dazwischen ein Sicherheitsabstand (Trennzone)

👉 Und jetzt der wichtige Punkt:

* **Eine Spur liegt näher an Oman**
* **die andere näher am Iran**

➡️ Beide Seiten werden also genutzt.

---

## Warum denkt man oft, Iran kontrolliere alles?

Das liegt an drei Dingen:

### 1. Nähe zu strategischen Punkten

Der Iran hat:

* viele **Inseln und Küstenstellungen direkt an den Engstellen**
* z. B. auf Inseln wie Qeshm oder Larak

👉 Von dort kann er **beide Fahrspuren überwachen und militärisch erreichen**.

---

### 2. Reichweite moderner Waffen

Selbst wenn ein Schiff:

* auf der „omanischen Seite“ fährt

➡️ kann es trotzdem von der iranischen Küste aus:

* beobachtet
* bedroht
* oder angegriffen werden

Die Meerenge ist einfach **zu schmal**, um „außer Reichweite“ zu sein.

---

### 3. Kein „sicherer Ausweichraum“

Es gibt **keine echte alternative Route** innerhalb der Meerenge:

* Die Fahrrinnen sind genau festgelegt (wegen Tiefe, Sicherheit, Navigation)
* Abweichen ist riskant oder unmöglich für große Tanker

👉 Deshalb bringt es wenig zu sagen: „Dann fahren wir halt auf der omanischen Seite.“

---

## Fazit

* ❌ Die schiffbare Passage liegt **nicht ausschließlich im Iran**
* ✅ Es gibt Routen auf **beiden Seiten (Iran & Oman)**
* ⚠️ Aber: Aufgrund der Enge kann der Iran **trotzdem die gesamte Passage beeinflussen oder blockieren**

👉 Entscheidend ist also nicht, wem die Hälfte „gehört“, sondern **wer die Meerenge militärisch dominieren kann**.

---

Wenn du möchtest, kann ich dir das mit einer einfachen Skizze erklären – das macht die Geografie sofort klar.

____

Angenommen, ein US-Kriegsschiff würde die Oman-Passage nutzen (also die nicht-iranische Seite) und beschossen werden. Es wäre völkerrechtlich "im Recht", da der Schifffahrtsweg nicht zum Iran gehört.

Im Ergebnis: **Ja – ein Beschuss kann sehr schnell zu einem bewaffneten Konflikt eskalieren, in dem beide Seiten militärische Gewalt einsetzen dürfen.** Aber zwei wichtige Präzisierungen verhindern, dass man daraus automatisch „In der ganzen Meerenge herrscht Krieg“ ableitet.

---

## 1. Darf das beschossene Schiff zurückschießen?

**Ja.**
Wird ein Kriegsschiff angegriffen, greift das Selbstverteidigungsrecht:

* **Individuelle Selbstverteidigung** nach Vereinte Nationen-Charta (Art. 51)
* **Unmittelbare Gefahrenabwehr** (Selbstschutz des Schiffs)

👉 Das Schiff darf den Angriff **abwehren und nötigenfalls erwidern** (verhältnismäßig und zielgerichtet).

---

## 2. Wann ist man „im Krieg“?

Hier wird es juristisch feiner:

* Ein einzelner Beschuss kann bereits ein **„bewaffneter Angriff“** sein.
* Zwischen den beteiligten Staaten kann damit ein **internationaler bewaffneter Konflikt (IAC)** entstehen.

👉 Aber:
Das bedeutet **nicht automatisch**, dass die gesamte Straße von Hormus dauerhaft ein „Kriegsgebiet“ ist.

---

## 3. Was ändert sich dann rechtlich?

Sobald ein bewaffneter Konflikt vorliegt, gilt zusätzlich zum Seerecht das **humanitäre Völkerrecht (Seekriegsrecht)**:

* Kriegsschiffe werden zu **legitimen militärischen Zielen**
* Angriffe müssen aber:

* **militärisch notwendig**
* **verhältnismäßig**
* **zielgerichtet (Unterscheidung zwischen zivil/militärisch)** sein

👉 Die **Transitdurchfahrt verschwindet nicht**, wird aber praktisch durch die Kampfhandlungen überlagert.

---

## 4. Wichtiger Unterschied: Krieg vs. Gefecht

Man sollte drei Stufen unterscheiden:

1. **Einzelner Zwischenfall**
→ Selbstverteidigung, begrenztes Gefecht

2. **Serie von Gefechten**
→ faktischer bewaffneter Konflikt zwischen Staaten

3. **Offener Krieg / großflächige Blockade**
→ systematische Kontrolle oder Sperrung der Meerenge

👉 Erst Stufe 2–3 führt zu dem Bild, das du beschreibst.

---

## 5. Realität: Warum das oft vermieden wird

Selbst wenn es rechtlich möglich ist:

* Die Meerenge ist eine der wichtigsten Energie-Routen der Welt
* Eine Eskalation würde **global massive wirtschaftliche Folgen** haben
* Deshalb versuchen Staaten oft, Zwischenfälle **unterhalb der Kriegsschwelle** zu halten (Abdrängen, Warnschüsse, Festsetzungen statt direkter Gefechte)

---

## Fazit

* ✔️ Beschossenes Kriegsschiff darf zurückschießen
* ✔️ Ein solcher Vorfall kann einen **bewaffneten Konflikt** auslösen
* ❗ Aber:

* Das macht die Meerenge nicht automatisch dauerhaft zum „Kriegsgebiet“
* Es kommt stark auf **Ausmaß und Fortsetzung der Kampfhandlungen** an

👉 Du liegst also richtig – mit der Ergänzung:
**Nicht jeder Schusswechsel bedeutet sofort einen stabilen, umfassenden Kriegszustand, sondern kann auch ein begrenztes militärisches Gefecht bleiben.**

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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

Chat-GPT hat jetzt sogar einen Witz-Modus:
Wenn mein Goldfisch dreimal bellt, bedeutet das, dass er aus dem Wasser will?

Wenn dein Goldfisch wirklich dreimal bellt, hast du vermutlich entweder ein sehr besonderes Haustier — oder ein anderes Tier im Aquarium. ??

Goldfische können nicht bellen. Sie machen höchstens leise Klick- oder Schluckgeräusche, aber kein echtes „Wuff“. Und normalerweise bedeutet auffälliges Verhalten eher:

Sauerstoffmangel im Wasser,
Stress,
schlechte Wasserqualität,
oder dass sie Futter erwarten.

Falls ein Fisch oft an die Oberfläche kommt und „schnappt“, lohnt es sich, Wasserwerte und Sauerstoffversorgung zu prüfen.

Mein Goldfisch kann bellen.

Dann hast du entweder den talentiertesten Goldfisch der Welt oder irgendwo sitzt heimlich ein sehr kleiner Hund neben dem Aquarium. ??

Wenn du das ernst meinst: Manche Fische können tatsächlich Geräusche erzeugen — Knacken, Grunzen oder Klicklaute. Goldfische sind dafür aber nicht bekannt. Ein „Bellen“ wäre ungewöhnlich und könnte auch von Technik kommen (Filter, Luftpumpe, Wasserbewegung).

Dreimal bellen heißt jedenfalls wahrscheinlich nicht, dass er spazieren gehen möchte.

Aber sicher bist du dir nicht? Vielleicht viermal bellen?

Viermal bellen ist natürlich etwas ganz anderes. Das ist unter Goldfischen das internationale Notsignal für:

„Das Aquarium gehört jetzt mir.“ ????

Ab fünfmal solltest du ihm vorsichtshalber keine Steuerunterlagen mehr zeigen.
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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

ChatGPT braucht jetzt eine Anmeldung. Die Chat-Beispiele oben konnte ich noch OHNE Registrierung generieren lassen. Jedenfalls kriege ich es nicht mehr hin.
Tja, damit ist meine KI-Bot-Nutzung erstmal beendet.
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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Sternchen »

ChatGPT ist doch mehr ein Sprachmodell und eine Ki, als wie eine Rechenmaschine. Wozu soll dann ChatGPT immer fehlerfrei rechnen können?
Etwa weil es eine Maschine ist? Es wird doch sicher nun Programme und KIS geben, die nur für rechnenn entwickelt wurden, die erfüllen dann doch dafür dann den Zweck, oder? Der Mensch sollte seine eigenen Rechenfähigkeiten eben nicht komplett verlernen, wenn er es sich immer wieder bequem macht, es mit Programmen oder einer KI ausrechnen lässt.
Aber das ist auch bloß meine Meinung. Dass nicht jeder ein Mathegenie ist, und demzufolge dann zur Hilfe mit einem Programm arbeitet, ist kein Charakterfehler des Menschen, denn kein Mensch kann jede Fähigkeit perfekt. Das kann noch nicht mal eine Ki/Maschine.
Eine Ki/Maschine denkt einfach schneller als wir Menschen. Macht sie das automatisch besser?
Nein eben nicht, aber eben anders.
Anstatt sich zu ärgern das die Ki da bei der Rechenaufgabe versagt hat. Wäre es doch besser, nach besseren Alternativen zu suchen, die nicht zwangsweise Ki sein müssen, oder es mit einer anderen Ki zu testen, oder zu versuchen, das Rechenbeispiel selber zu lösen.
Es gibt genug Ansätze, und wir sollten uns nicht zu sehr von Kis/Programmen abhängig machen.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

Es ging darum, dass die Antworten von solchen Bots als WAHR betrachtet werden (obwohl unten rechts nochmal, ganz klein, der Hinweis steht, dass sich Chatty auch irren kann). Da wir Mathematik als logisch und klar strukturiert betrachten (eine Schlussfolgerung baut auf der nächsten auf), gehen wir davon aus, dass eine Intelligenz da keine Fehler machen kann, denn es muss ja nur eins und eins zusammengezählt werden, folglich wird auch zwei und zwei stimmen und also auch 1750 durch 37 1/3 plus 115. Denn die Struktur ändert sich bei Mathe nicht.
Es wird vergessen, dass es sich um eine statistische KI handelt, die mit Wahrscheinlichkeiten arbeitet - aber das verinnerlichen die Menschen nicht. Da sie nun bei diesen „nachvollziehbar logischen“ Matheaufgaben versagt, wird sie auch bei allen anderen Anwendungen versagen - und darauf muss man hinweisen. Denn die KI erweckt den Anschein, dass sie Recht hat - das geht aus jedem Dialog hervor. Sie gibt sich zu 100% kompetent. Es würde vielleicht helfen, wenn man die Sprachmatrix dahingehend ändert, dass der Bot bei jeder Antwort sagt, dass sie nur zu 95% richtig sein wird, weil die Entscheidungstiefe (die Berechnungsdauer, ähnlich wie bei einem Schachcomputer) einfach nach 10 Sekunden gestoppt wurde.

PS Das Handproblem ist noch ganz und gar nicht gelöst, wie ich selbst noch geglaubt hatte. Je nach Modell und Rechentiefe sind die Hände noch genauso furchtbar wie vor einem Jahr.
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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Sternchen »

Uncoolman hat geschrieben: 26.05.2026, 20:07 Es ging darum, dass die Antworten von solchen Bots als WAHR betrachtet werden (obwohl unten rechts nochmal, ganz klein, der Hinweis steht, dass sich Chatty auch irren kann). Da wir Mathematik als logisch und klar strukturiert betrachten (eine Schlussfolgerung baut auf der nächsten auf), gehen wir davon aus, dass eine Intelligenz da keine Fehler machen kann, denn es muss ja nur eins und eins zusammengezählt werden, folglich wird auch zwei und zwei stimmen und also auch 1750 durch 37 1/3 plus 115. Denn die Struktur ändert sich bei Mathe nicht.
Es wird vergessen, dass es sich um eine statistische KI handelt, die mit Wahrscheinlichkeiten arbeitet - aber das verinnerlichen die Menschen nicht. Da sie nun bei diesen „nachvollziehbar logischen“ Matheaufgaben versagt, wird sie auch bei allen anderen Anwendungen versagen - und darauf muss man hinweisen. Denn die KI erweckt den Anschein, dass sie Recht hat - das geht aus jedem Dialog hervor. Sie gibt sich zu 100% kompetent. Es würde vielleicht helfen, wenn man die Sprachmatrix dahingehend ändert, dass der Bot bei jeder Antwort sagt, dass sie nur zu 95% richtig sein wird, weil die Entscheidungstiefe (die Berechnungsdauer, ähnlich wie bei einem Schachcomputer) einfach nach 10 Sekunden gestoppt wurde.

PS Das Handproblem ist noch ganz und gar nicht gelöst, wie ich selbst noch geglaubt hatte. Je nach Modell und Rechentiefe sind die Hände noch genauso furchtbar wie vor einem Jahr.


Stimmt, die meisten werden wohl, befürchte ich, immer davon ausgehen, dass die KI zu 100 % immer Recht hat, und genau das ist der Fehler.
Es ist gut und schön, Vertrauen in eine neue Technologie zu haben. Das heißt aber nicht, dass diese fehlerfrei arbeitet, und immer zu 100% die Wahrheit sagt.
Menschen machen allerdings auch Fehler, von daher ist es wichtig, einen neutralen Blick auf die Dinge zu haben, und nicht einen vernebelten Fan-Blick, weil die meisten wohl davon begeistert sind, was Kis technisch, visuell, und mit Stimmen leisten kann
Sie sind immer noch in der Entwicklung, und werden eigentlich nie zu 100% fehlerfrei sein.
Es sollte hier nicht der Ansatz lauten: „Entwickeln wir als Menschen Ki zu 100% fehlerfreier Perfektion“, sondern zu einem nützlichen Hilfsmittel, das uns bei der Arbeit, und sozial unterstützen kann.
Dann wird Ki auch keine Bedrohung für Beziehungen/Freundschaften/Bindungen sein, oder für Arbeitsplätze, sondern einfach eine hilfreiche Ergänzung unseres Alltags.
Und mehr als das sollte es auch ehrlich nicht sein.
Sonst sehe ich leider die Gefahr, dass die Menschheit in eine totale Abhängigkeit rutscht, und viele Menschen sich noch mehr isolieren werden und noch mehr sozial abstumpfen.
Das wäre furchtbar.
Hast du selber beruflich viel zu tun mit Ki´s?
Falls jemand damit beruflich zu tun hat, und Erfahrungen teilen möchte, wäre ich gespannt darauf, Berichte zu hören. :D
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

Bei generativer KI ist es so, dass sie mehr Fehler als eine „normale“ Maschine macht, weil es in ihrem System begründet ist.
Bei einem Taschenrechner gehen wir davon aus, dass er immer richtige Ergebnisse ausspuckt - und wenn er es mal nicht tut, ist er definitiv komplett kaputt (oder man hat sich vertippt, aber das gilt ja für alle Benutzerfehler...).
Von einem Fernseher erwarten wir, dass das Bild und der Ton angehen, nichts blitzt und knistert und die Sendeplätze auch dort geblieben sind, wo wir sie programmiert haben.
Um bei diesem Vergleich zu bleiben: eine KI ändert in unvorhersehbaren Anständen irgendwelche Sendeplätze. An einem Tag ist irgendwas falsch, an einem anderen stimmt es wieder. Vielleicht steht das Bild auch mal auf dem Kopf, obwohl wir immer dieselben Tasten auf der Fernbedienung gedrückt haben. Oder ich drücke auf die Lautstärke und die Farbe ändert sich.
Für jemanden, der beim Fernsehen Fehler finden soll, wäre sowas der schlimmste Fall: unvorhergesehene, nicht wiederholbare Abweichungen vom Normalzustand, die nicht erklärt werden können. Der Fernseher ginge als „nicht reparabel“ zurück ins Werk, oder gleich auf den Schrott (weil reparieren heute unmöglich gemacht wird).
Bei einer KI ist das aber der Regelzustand. Die Leute müssen erst lernen, dass die KI keine verlässliche Maschine ist, obwohl wir sie leider genau dafür nutzen. Bislang ist immer noch ein Mensch in letzter Instanz. Dieser muss aber Experte sein (und z.B. die falsche Umrechnung von einem Zahlensystem ins andere beherrschen, um genau das zu kontrollieren). Umso mehr bei medizinischer Diagnose. Ich befürchte jedoch, dass diese Endkontrolle wegbrechen wird... Denn wenn Experten im Betrieb oder in der Uni eingespart werden, „weil wir ja jetzt eine KI haben“, gibt es logischerweise auch keine Experten mehr, die am Ende draufschauen...
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Re: [KI] Der "das-muss-ich-euch-zeigen"-Thread

Beitrag von Uncoolman »

Ein Film über Gödelsätze (deutsch, mit niedlichen Zeichnungen), weshalb KI niemals so denken kann wie ein Mensch:

https://www.youtube.com/watch?v=x_ZhqjbgdAQ
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