Aah - Dankeschön!SpionAtom hat geschrieben: ↑25.03.2026, 15:50 Auflösung zu Anführer der Dissidenten-Bewegung an dieser Stelle (+folgende Sekunden... ...und praktischerweise die Konfrontation danach)
https://youtu.be/42kkabqkXn8?list=PL4-t ... ktwGL&t=25
gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
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kanedat
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Heute gabe es Update mit einem 2D-Modus und leicht verbesserter Spielerführung im hinteren Teil des Spiels. Wir waren einfach 2-3 Wochen zu früh dran mit dem Playthrough. 
https://www.youtube.com/watch?v=wxceUOyNTqY
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Oh nein, wie schade!
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Ja, schade. Es würde mich schon interessieren, was sich geändert hat und auch die anscheinend doch teils unterschiedlichen Enden hätten einen gewissen Wiederspielwert, aber es hat sich irgendwie schon recht umständlich gespielt, dass sich meine Motivation in Grenzen hält.
Gegen Ende war man in der Tag etwas allein gelassen. Ich hatte zunächst keine Ahnung, was ich jetzt bei Curtis tun soll.
Ich habe mich gegen die Abstimmung entschieden, weil ich es tatsächlich nicht für sinnvoll halte, Leute über etwas abstimmen zu lassen, wovon sie keine Ahnung haben (das übliche Dilemma der Demokratie). Im Sinne Platons erachte ich das Wohl für die Menschheit wichtiger als einzelne Interessen.
Die Grundproblematik scheint wieder mal in falscher bzw. fehlender Kommunikation zu liegen. Da hätte Talya auch das eine oder andere Seminar gut getan.
Habe jetzt die Screenshots von der Switch geholt und kann euch somit auch mein Ende zeigen:
Edit:
Ich habe mir das Ende mit der Abstimmung im Internet angeschaut. Die Sache mit dem "Spatz" klärt sich anscheinend nur auf, wenn man abstimmen lässt und von der Mission ablässt.
Gegen Ende war man in der Tag etwas allein gelassen. Ich hatte zunächst keine Ahnung, was ich jetzt bei Curtis tun soll.
Ich habe mich gegen die Abstimmung entschieden, weil ich es tatsächlich nicht für sinnvoll halte, Leute über etwas abstimmen zu lassen, wovon sie keine Ahnung haben (das übliche Dilemma der Demokratie). Im Sinne Platons erachte ich das Wohl für die Menschheit wichtiger als einzelne Interessen.
Die Grundproblematik scheint wieder mal in falscher bzw. fehlender Kommunikation zu liegen. Da hätte Talya auch das eine oder andere Seminar gut getan.
Habe jetzt die Screenshots von der Switch geholt und kann euch somit auch mein Ende zeigen:
Edit:
Ich habe mir das Ende mit der Abstimmung im Internet angeschaut. Die Sache mit dem "Spatz" klärt sich anscheinend nur auf, wenn man abstimmen lässt und von der Mission ablässt.
Du hast keine ausreichende Berechtigung, um die Dateianhänge dieses Beitrags anzusehen.
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Auch wenn sich die Frage erübrigt hatte: Nein. Er gibt gar nichts zu, es gibt überhaupt kein Gespräch. Weder mit Baptiste, noch mit Oceane. Null Rückmeldung - schon schade.
Ja Unverschämtheit! Lesen die hier nicht mit?! Da hätten sie uns doch vorwarnen können...
3D an sich war ja nicht störend, nur unnötig. Spielerführung müsste man sich dann im Vergleich anschauen, aber meine Hauptkritikpunkte sind die Flut von Hinweisen mit der verschwindend geringen Ausnutzung derselben. Wenn ich pro Person nur 2 oder 3 Hinweise anwenden kann (wenn überhaupt) macht das Ermitteln nicht gerade viel Spaß. Und die Laufwege... diese Laufwege...
Ich stecke noch mitten bzw. am Ende des Schmerzmittelfalls und harre der Dinge, die da noch kommen werden.
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Da ich das Spiel bei Gog geholt habe, weiß ich nicht, ob ich dort in den Genuss eines Updates komme (ich habe dort keinen „Klienten“, sondern spiele ausschließlich offline). Ich weiß auch nicht, ob ich deshalb neu starten würde, dazu ist mir das Spielerlebnis doch etwas mühsam. Da ich immer noch im Abschnitt 2 stecke, hätte ich bloß diese Abschnitte nachzuholen, wenn es nur mit Neuinstallation möglich ist.
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Das System ist weiß Gott nicht perfekt, und hat auch die genannten Schwächen: Ausprobieren wird selten bis gar nicht belohnt. Dennoch finde ich es einen erfrischenden Ansatz alle Hinweise immer parat zu haben. Durch die Fülle an Personen, die man kennenlernt, und die Hinweise, die man sammelt, ist man gezwungen die Dinge selbst im Kopf zu behalten und seine logischen Schlussfolgerungen zu organisieren.Esmeralda hat geschrieben: ↑25.03.2026, 19:28 aber meine Hauptkritikpunkte sind die Flut von Hinweisen mit der verschwindend geringen Ausnutzung derselben. Wenn ich pro Person nur 2 oder 3 Hinweise anwenden kann (wenn überhaupt) macht das Ermitteln nicht gerade viel Spaß. Und die Laufwege... diese Laufwege...
Anders als bei klassischen Adventures kann man hier nicht einfach Inventar-Listen abarbeiten, oder Dialogbäume systematisch durchklicken. Das hat durchaus seinen Reiz.
Diese ewigen Laufwege zahlen sich irgendwann aus, wenn man zum Server-Such-Rätsel gelangt. Wer gut aufgepasst hat, und die Karte grob kennt, (und nicht wie ich so oft die Schnellreisefunktion benutzt hat), hat durchaus einen kleinen Vorteil, wenn es ans Lösen geht.
Immerhin gibt es eine Laufen-Funktion.
Die Rätsel finde ich im Nachhinein betrachtet abwechslungsreich und anspruchsvoll, jedoch nicht unfair.
Ein erneutes Durchspielen steht bestimmt irgendwann mal an, jedoch nicht sofort.
Entschieden habe ich mich im letzten Abschnitt für den demokratischen Weg. Beziehungsweise weg von der Autokratie der Captain. Es wird zwar immer am Rande erwähnt, dass es einen Ethik-Rat gibt, und auch die Exekutive ist getrennt (jedoch auch letztendlich in den Händen einer Person, der Protagonistin). Jedoch ist es für mich unhaltbar über Jahrzehnte ein so starres Machtgefüge zu haben. Strukturen sind wichtig. Aber das bewusste Verheimlichen von Informationen, das Nicht-berücksichtigen von neuen Erkenntnissen, sind mit meinen Werten nicht vereinbar gewesen. Eine Gesellschaft lebt, und sie entwickelt sich. Darauf muss Rücksicht genommen werden.
Das Argument mit den Expertenmeinungen steht für mich etwas auf wackeligen Beinen. Denn in diesem Szenario gibt es schlicht keine Experten. Es gibt vielleicht Historiker, oder vielleicht auch noch gute Mathematiker oder Wissenschaftler. Aber vor so einer Situation (oder vergleichbaren Situation) stand noch kein Mensch.
Einmal hatte ich mit den Gedanken gespielt, das Spiel als Rollenspiel wahrzunehmen, und das war, als Stella Ava gegenüberstand, die Waffe auf sie gerichtet.
Sollte ich mich meinen Emotionen als Stella hingeben (und nicht als der Spieler handeln)? Die Entscheidung wurde mir abgenommen.
Immerhin habe ich Curtis (dem "Mörder" von Stellas Vater) vergeben können. Als Stella und als Spieler.
Spiele jetzt das Mini-Adventure über eine Oma und ihre Haushalts-Aufgaben:
https://spionatom.itch.io/oma-inge
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kanedat
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
So, Ich halte mal mein Fazit fest.
Insgesamt bin Ich enttäuscht vom Spiel. Im Vergleich zu Lacuna kann man sich viel freier in der Spielwelt bewegen und das Spiel bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten an. Aber das Spiel macht nichts daraus. In der Praxis werden der Reihe nach Fälle serviert. Und die meisten Elemente in der Spielwelt sind primär für einen bestimmten Teil des Spiels gemacht (z.B. einen bestimmte Rätselkette) und funktionieren dann in einem anderen Kontext nur bedingt.
Grundsätzlich ergibt sich das Problem, dass in jedem Fall nur ein Bruchteil aller Personen/ Orte/ Indizien relevant sind und alles andere keine Rolle spielt. Und dummerweise wird die Spielwelt über die Fälle hinaus auch kaum mit Inhalten gefüllt. Wer der Vielfalt der angebotenen Optionen nachgeht und erkundet, der bekommt nichts zurück. Und wird quasi dafür bestraft, dass er dem Spiel geglaubt hat. (Ich bin ja froh, dass ich in der Regel sehr pragmatisch vorgegangen bin und vieles einfach ignoriert habe)
Die "zweckmäßige" Ausrichtung von Spielelementen (auf bestimmte Fälle) merkt man immer wieder:
Wie das Spiel seine Geschichte erzählt finde Ich auch nicht gut umgesetzt. Grundsätzlich gibt es viele interessante Aspekte und die Spielwelt legt schon einige Dinge nahe. Zu weiten Teilen beschäftigt man sich aber erstmal mit der diffusen Unzufriedenheit einzelner "Rebellen" und ermittelt vor sich hin. Beweggründe erfährt man derweil kaum, weil viele Leute (aufgrund der Pseudo-Vielfalt) nichts zu sagen haben. Die gesellschaftlichen Spannungen sind nicht wirklich erlebbar.
Ich mag das grundlegende Spieldesign und hatte bei einer Reihe von Fällen Spaß, aber ingesamt ist es für mich kein rundes Spielerlebnis. Das Spiel hätte wirklich offen sein müssen und Exploration müsste belohnt werden, sodass über viele kleine Gespräche die gesellschaftliche Situation auch wirklich erfahrbar ist.
Insgesamt bin Ich enttäuscht vom Spiel. Im Vergleich zu Lacuna kann man sich viel freier in der Spielwelt bewegen und das Spiel bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten an. Aber das Spiel macht nichts daraus. In der Praxis werden der Reihe nach Fälle serviert. Und die meisten Elemente in der Spielwelt sind primär für einen bestimmten Teil des Spiels gemacht (z.B. einen bestimmte Rätselkette) und funktionieren dann in einem anderen Kontext nur bedingt.
Grundsätzlich ergibt sich das Problem, dass in jedem Fall nur ein Bruchteil aller Personen/ Orte/ Indizien relevant sind und alles andere keine Rolle spielt. Und dummerweise wird die Spielwelt über die Fälle hinaus auch kaum mit Inhalten gefüllt. Wer der Vielfalt der angebotenen Optionen nachgeht und erkundet, der bekommt nichts zurück. Und wird quasi dafür bestraft, dass er dem Spiel geglaubt hat. (Ich bin ja froh, dass ich in der Regel sehr pragmatisch vorgegangen bin und vieles einfach ignoriert habe)
Die "zweckmäßige" Ausrichtung von Spielelementen (auf bestimmte Fälle) merkt man immer wieder:
- Wenn man einen Vater auf seinen Sohn anspricht, dann hat er zu dem Thema nichts zu sagen.
- Beim Wiederaufrollen des länger zurückliegenden Falls mit dem Dünger wäre der zwischenzeitlich verstorbene Farmer eigentlich auch verdächtig. Das ist vom Spiel aber nicht vorgesehen und die Person fällt daher einfach komplett raus. (Obwohl man sonst jeden verdächtigen kann)
- Die Personenscanner existieren nur beim Museum und Pausenraum, weil das die Rätselkette erfordert. An zig anderen Stellen gibt es sie nicht, das gilt auch für kritische Infrastruktur des Schiffs.
- Zugangskontrollen dienen im Kern nur der Spielerführung und werden selbst in größter Not nicht aufgehoben, damit man als Sicherheitschefin wichtige Probleme lösen kann.
- Die Zuordnung von Arzt, Patient und Medikament muss man händisch erarbeiten (als wäre man ein Externer), weil man als Sicherheitschefin zwar Zugriff auf maschinenlesbare Datenbankeinträge hat, aber nicht auf die dazugehörigen "Übersetzung" von numerischer ID zu Klartext.
Wie das Spiel seine Geschichte erzählt finde Ich auch nicht gut umgesetzt. Grundsätzlich gibt es viele interessante Aspekte und die Spielwelt legt schon einige Dinge nahe. Zu weiten Teilen beschäftigt man sich aber erstmal mit der diffusen Unzufriedenheit einzelner "Rebellen" und ermittelt vor sich hin. Beweggründe erfährt man derweil kaum, weil viele Leute (aufgrund der Pseudo-Vielfalt) nichts zu sagen haben. Die gesellschaftlichen Spannungen sind nicht wirklich erlebbar.
Ich mag das grundlegende Spieldesign und hatte bei einer Reihe von Fällen Spaß, aber ingesamt ist es für mich kein rundes Spielerlebnis. Das Spiel hätte wirklich offen sein müssen und Exploration müsste belohnt werden, sodass über viele kleine Gespräche die gesellschaftliche Situation auch wirklich erfahrbar ist.
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Ich kam noch nicht zum weiterspielen, mache heute Abend weiter.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.
Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.
Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Offenbar gibt es viele Enden, wenn auch keine fünfstellige Zahl. Was mich am meisten stört und weshalb ich gerade "hänge" ist, dass das Thema "Generationenraumschiff" nichts zur Geschichte beiträgt. Es ist eigentlich eine normale Detektivgeschichte, die auch im alten Rom oder in der französischen Revolution hätte spielen können (ersetze Serverraum durch Alchimistenlabor...). Die ausgesprochen ungewöhnliche und eigentlich unwirtliche Situation wird zwar erwähnt und auch die Gesellschaft ist danach ausgerichtet, aber für mich ist zu wenig SF in diesem SF...
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Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Dem (und eigentlich dem gesamten Post) kann ich nur zustimmen.kanedat hat geschrieben: ↑25.03.2026, 22:58 Wie das Spiel seine Geschichte erzählt finde Ich auch nicht gut umgesetzt. Grundsätzlich gibt es viele interessante Aspekte und die Spielwelt legt schon einige Dinge nahe. Zu weiten Teilen beschäftigt man sich aber erstmal mit der diffusen Unzufriedenheit einzelner "Rebellen" und ermittelt vor sich hin. Beweggründe erfährt man derweil kaum, weil viele Leute (aufgrund der Pseudo-Vielfalt) nichts zu sagen haben. Die gesellschaftlichen Spannungen sind nicht wirklich erlebbar.
Es fehlt hier etwas die Ausgestaltung und damit die Tiefe der Geschichte. Wenn wir uns schon entscheiden können, an einer Sitzung der Ethikkommission teilzunehmen, hätte ich das auch tatsächlich gerne erlebt. Dadurch wären gesellschaftliche Abläufe klarer geworden, man hätte sehen können, wo/wie es in Sachen Kommunikation hapert usw.
Einblicke ins Unterrichten wären da sicher ebenfalls hilfreich gewesen. Gut, wenn ausgerechnet die Lehrerin rebellisch ist, mag das mit der Erziehung auch nicht mehr so wie gewünscht klappen...
Grundsätzlich würde ich mir nämlich schon vorstellen, dass bei einer solchen Mission so etwas wie Transparenz und die zugehörige Kommunikation oberste Priorität haben. Es müsste in regelmäßigen Abständen einen Informationsbericht zur Lage geben, die Kinder müssten im Unterricht gewissermaßen auf die Erfüllung der ihnen zugedachten Aufgabe "getrimmt" werden.
Wenn jemand wie Michio auf den Gedanken der Selbstverwirklichung usw. kommt, wäre spätestens nach seinem Barauftritt ein Gespräch mit ihm fällig gewesen.
Es bräuchte mehr Überwachung, wie schon moniert wurde.
Diese Mission kann nur gelingen, wenn die Menschen die ihnen zugedachte Aufgabe (für die sie sich idealerweise natürlich bestens eignen) erfüllen. Freier Wille und Selbstverwirklichung sind da nachrangig.
Um mein Platon-Faible nochmals zu pflegen, hätte das natürlich alles so totalitäre Züge, wie man sie auch Platons Staat vorgeworfen hat. Allerdings wäre eben die ihm (u.a. von Popper) vorgebrachte "Entschuldigung" die, dass es eben um das Wohl der Menschheit geht und nicht um persönliche Machtinteressen der Kapitänin (was dann einer Tyrannei gleichkäme).
Demokratie halte ich bei einer solchen Mission tatsächlich nicht unbedingt für das beste Mittel.
Ob es überhaupt möglich ist, Menschen mit vernünftiger Kommunikation zu überzeugen oder ob es Manipulationen auf emotionaler Basis braucht, ist natürlich eine andere grundsätzliche Frage, tendenziell ohne zufriedenstellende Antwortmöglichkeiten.
Ich denke, also spinn' ich.
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
So, habe letzte Nacht (oder eher heute sehr früh am Morgen
) dann auch meine Statistik bewundern dürfen.
Juhu, endlich wieder Schlaf!
Daß es ein Generationenraumschiff ist, hat schon Bedeutung. Das wird klar, direkt nachdem man endlich kapiert, warum das Spiel "Between Horizons" heißt.
Stimmt, auf dieses Treffen habe ich eigentlich auch die ganze Zeit gewartet.
Wenn sich aber die Menschen nicht persönlich gesehen und gehört fühlen, werden sie unzufrieden. Und dann passiert eben genau das, was im Spiel passiert ist. Sie fangen an zu rebellieren. Oder sich, wie auf der Erde, extremem Gedankengut zuzuwenden.
Letztendlich ist der Mensch eben egoistisch veranlagt. Primär geht es ihm nicht um die Menschheit an sich, sondern um das persönliche Wohlbefinden. Die Menschheit an sich hat nur so lange Priorität, wie er sich selbst sicher fühlt und nicht über eine gewisse Grenze hinaus zurückstecken muß.
Die, die sich zum Wohle der Menschheit für diese Mission entschieden haben, sind auch zumeist nicht die, die rebellieren. Die Rebellion geht primär aus von denen, die auf dem Schiff "geboren" wurden und nie die Möglichkeit hatten, sich zu entscheiden. Die das, für das sie selbst so sehr zurückstecken sollen, nie wirklich kennengelernt haben. Kann man wirklich von Menschen, Individuen, erwarten, ein vollkommen fremdbestimmtes Leben zu leben für etwas, das für sie eher ein abstrakter Gedanke ist, als ein reales Ziel?
Und wäre es letztendlich wirklich der Mission dienlich, wenn irgendwann die dritte Generation nur noch widerwillig überhaupt irgend etwas tun würde? Wenn überhaupt. Wenn alle nur noch unglücklich wären und mehr funktionieren als leben würden? Was ist, wenn dann etwas Unvorhergesehenes passiert? Wie könnte man damit dann adäquat umgehen, wenn der gesamten Bevölkerung das eigene und freie Denken abtrainiert wurde? Und 80% der Leute in einem Job arbeiten, der ihnen vielleicht überhaupt nicht liegt?
Wie man wohl gemerkt hat... Ich habe mich für die Abstimmung und die volle Wahrheit entschieden.
Etwas habe ich mich noch gefragt. Gibt es eigentlich auf dem Schiff für die zweite Generation (und eventuelle nachfolgende) überhaupt so etwas wie eine Kindheit? Bei den Personen in den Hinweisen stehen ja schon Achtjärige da mit eigenem Job und eigener Wohnung.
Die Sache mit dem Sorgerechtsstreit verstehe ich auch nicht ganz. Wenn jeder Person mit 35 Jahren ein neuer Schiffsbürger sozusagen zugewiesen wird, der dann in die Fußstapfen dieser Person treten soll und auch entsprechend erzogen wird, sollte es da doch eigentlich gar keine Streitigkeiten geben? So wie bei zwei Elternteilen, die sich zoffen, bei wem das einzige Kind bleiben darf, oder die die Kinder nicht trennen wollen. In dem System auf dem Schiff sollten solche Streitigkeiten eigentlich nicht existieren, da von Anfang an klar ist, welches Kind zu wem gehört. Und jeder genau eins davon bekommt.
Was ist eigentlich, wenn ein Kind stirbt? Wird dann dem entsprechenden Elter ein neues Kind zugewiesen? Oder bleibt derjenige dann auf ewig kinderlos und das Schiff hat ein Besatzungsmitglied weniger?
Juhu, endlich wieder Schlaf!
Uncoolman hat geschrieben: ↑26.03.2026, 14:19 Offenbar gibt es viele Enden, wenn auch keine fünfstellige Zahl. Was mich am meisten stört und weshalb ich gerade "hänge" ist, dass das Thema "Generationenraumschiff" nichts zur Geschichte beiträgt. Es ist eigentlich eine normale Detektivgeschichte, die auch im alten Rom oder in der französischen Revolution hätte spielen können (ersetze Serverraum durch Alchimistenlabor...). Die ausgesprochen ungewöhnliche und eigentlich unwirtliche Situation wird zwar erwähnt und auch die Gesellschaft ist danach ausgerichtet, aber für mich ist zu wenig SF in diesem SF...
Daß es ein Generationenraumschiff ist, hat schon Bedeutung. Das wird klar, direkt nachdem man endlich kapiert, warum das Spiel "Between Horizons" heißt.
Stimmt, auf dieses Treffen habe ich eigentlich auch die ganze Zeit gewartet.
Um mein Platon-Faible nochmals zu pflegen, hätte das natürlich alles so totalitäre Züge, wie man sie auch Platons Staat vorgeworfen hat. Allerdings wäre eben die ihm (u.a. von Popper) vorgebrachte "Entschuldigung" die, dass es eben um das Wohl der Menschheit geht und nicht um persönliche Machtinteressen der Kapitänin (was dann einer Tyrannei gleichkäme).
Demokratie halte ich bei einer solchen Mission tatsächlich nicht unbedingt für das beste Mittel.
Wenn sich aber die Menschen nicht persönlich gesehen und gehört fühlen, werden sie unzufrieden. Und dann passiert eben genau das, was im Spiel passiert ist. Sie fangen an zu rebellieren. Oder sich, wie auf der Erde, extremem Gedankengut zuzuwenden.
Letztendlich ist der Mensch eben egoistisch veranlagt. Primär geht es ihm nicht um die Menschheit an sich, sondern um das persönliche Wohlbefinden. Die Menschheit an sich hat nur so lange Priorität, wie er sich selbst sicher fühlt und nicht über eine gewisse Grenze hinaus zurückstecken muß.
Die, die sich zum Wohle der Menschheit für diese Mission entschieden haben, sind auch zumeist nicht die, die rebellieren. Die Rebellion geht primär aus von denen, die auf dem Schiff "geboren" wurden und nie die Möglichkeit hatten, sich zu entscheiden. Die das, für das sie selbst so sehr zurückstecken sollen, nie wirklich kennengelernt haben. Kann man wirklich von Menschen, Individuen, erwarten, ein vollkommen fremdbestimmtes Leben zu leben für etwas, das für sie eher ein abstrakter Gedanke ist, als ein reales Ziel?
Und wäre es letztendlich wirklich der Mission dienlich, wenn irgendwann die dritte Generation nur noch widerwillig überhaupt irgend etwas tun würde? Wenn überhaupt. Wenn alle nur noch unglücklich wären und mehr funktionieren als leben würden? Was ist, wenn dann etwas Unvorhergesehenes passiert? Wie könnte man damit dann adäquat umgehen, wenn der gesamten Bevölkerung das eigene und freie Denken abtrainiert wurde? Und 80% der Leute in einem Job arbeiten, der ihnen vielleicht überhaupt nicht liegt?
Wie man wohl gemerkt hat... Ich habe mich für die Abstimmung und die volle Wahrheit entschieden.
Etwas habe ich mich noch gefragt. Gibt es eigentlich auf dem Schiff für die zweite Generation (und eventuelle nachfolgende) überhaupt so etwas wie eine Kindheit? Bei den Personen in den Hinweisen stehen ja schon Achtjärige da mit eigenem Job und eigener Wohnung.
Die Sache mit dem Sorgerechtsstreit verstehe ich auch nicht ganz. Wenn jeder Person mit 35 Jahren ein neuer Schiffsbürger sozusagen zugewiesen wird, der dann in die Fußstapfen dieser Person treten soll und auch entsprechend erzogen wird, sollte es da doch eigentlich gar keine Streitigkeiten geben? So wie bei zwei Elternteilen, die sich zoffen, bei wem das einzige Kind bleiben darf, oder die die Kinder nicht trennen wollen. In dem System auf dem Schiff sollten solche Streitigkeiten eigentlich nicht existieren, da von Anfang an klar ist, welches Kind zu wem gehört. Und jeder genau eins davon bekommt.
Was ist eigentlich, wenn ein Kind stirbt? Wird dann dem entsprechenden Elter ein neues Kind zugewiesen? Oder bleibt derjenige dann auf ewig kinderlos und das Schiff hat ein Besatzungsmitglied weniger?
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Das wäre eben die Frage, ob es möglich wäre, diese Entwicklung abzufangen, durch die Erziehung von Anfang an, durch volle Transparenz und Information, sodass sich Menschen einbezogen fühlen (auch wenn sie letztlich vielleicht nicht entscheiden dürfen) usw.
Bei Elliot scheint die Erziehung ja grundsätzlich funktioniert zu haben, (zumindest bei mir) freut er sich auf seine Rolle als Navigator und fällt damit gewissermaßen dem Vater in den Rücken.
Da gibt es doch einen Fall. War es Elias? Da steht jedenfalls im Akt, dass er sein Kind verloren hat und sich noch nicht dazu durchringen konnte, ein neues zu holen.
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Viele Meinungen, viele Diskussionen hier, das ist doch schön!
Sicher hätte das Spiel an mancher Stelle besser ausgearbeitet sein können, dennoch bin ich etwas erstaunt über den Anspruch, den einige an dieses Spiel zu haben scheinen. Zu wenig Sci Fi, zu unrealistisch, zu wenig Potential genutzt...
Für mich hat das Spiel funktioniert. Wir haben eine Detektivgeschichte mit Fällen, die sich durchaus in die Handlung einpflegen. Wir erfahren genug, um uns ein Bild von der Situation zu machen und um Entscheidungen zu treffen. Ich jedenfalls saß vor dem Bildschirm und musste bei einigen moralischen Fragen erstmal nachdenken, wie ich mich entscheiden soll.
Wir haben ein Spiel, das zum nachdenken anregt. Es ist nicht alles klar richtig oder falsch. Bei den großen Entscheidungen haben hier nicht alle so oder so abgestimmt.
Es wurde jetzt viel über das Szenario diskutiert und argumentiert.
Ich möchte gerne noch auf einen anderen Aspekt hinweisen: Was sagt dieses Szenario über unser ("jetziges, gewöhnliches") Leben aus?
Gibt es Ziele in unserem Leben, denen wir uns unterordnen? Haben wir Ziele, die wir nie erreichen? Was tun und lassen wir, damit es späteren Generationen gut geht? Gibt es Rollen, die uns aufgezwungen werden? Ist es in Ordnung, sich gegen aufgezwungene Rollen zu wehren? Ist es wichtig, mitentscheiden zu dürfen? Was darf Erziehung?...
Sicher hätte das Spiel an mancher Stelle besser ausgearbeitet sein können, dennoch bin ich etwas erstaunt über den Anspruch, den einige an dieses Spiel zu haben scheinen. Zu wenig Sci Fi, zu unrealistisch, zu wenig Potential genutzt...
Für mich hat das Spiel funktioniert. Wir haben eine Detektivgeschichte mit Fällen, die sich durchaus in die Handlung einpflegen. Wir erfahren genug, um uns ein Bild von der Situation zu machen und um Entscheidungen zu treffen. Ich jedenfalls saß vor dem Bildschirm und musste bei einigen moralischen Fragen erstmal nachdenken, wie ich mich entscheiden soll.
Wir haben ein Spiel, das zum nachdenken anregt. Es ist nicht alles klar richtig oder falsch. Bei den großen Entscheidungen haben hier nicht alle so oder so abgestimmt.
Es wurde jetzt viel über das Szenario diskutiert und argumentiert.
Ich möchte gerne noch auf einen anderen Aspekt hinweisen: Was sagt dieses Szenario über unser ("jetziges, gewöhnliches") Leben aus?
Gibt es Ziele in unserem Leben, denen wir uns unterordnen? Haben wir Ziele, die wir nie erreichen? Was tun und lassen wir, damit es späteren Generationen gut geht? Gibt es Rollen, die uns aufgezwungen werden? Ist es in Ordnung, sich gegen aufgezwungene Rollen zu wehren? Ist es wichtig, mitentscheiden zu dürfen? Was darf Erziehung?...
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Re: gemeinsamer Playthrough: Between Horizons
Hehe, wenn solche Diskussionen daraus entstehen, hat das Spiel ohnehin alles richtig gemacht. 
Wenn man es nun mit unserer Gegenwart in Beziehung setzt, dann ist das Spiel wohl ein Entwurf, der davon ausgeht, dass es den Menschen nicht gelingt, den Klimawandel aufzuhalten und deshalb ein neuer Planet gesucht werden muss.
Hier liegt vielleicht auch ein gewisser Widerspruch. Denn der Klimawandel zeigt ja eigentlich, dass Menschen nicht in der Lage/oder schlicht nicht gewilllt sind, so langfristig zu denken, um über die eigene Lebenszeit hinaus zu planen und sich entsprechend zu verhalten. Genau das wäre aber auch bei einem Generationenraumschiff erforderlich, wenn das funktionieren soll.
Es gibt also keine Rettung für die Menschheit, zumindest nicht mit dem aktuellen Mindset (Freiheit über alles), oioi...
Wenn man es nun mit unserer Gegenwart in Beziehung setzt, dann ist das Spiel wohl ein Entwurf, der davon ausgeht, dass es den Menschen nicht gelingt, den Klimawandel aufzuhalten und deshalb ein neuer Planet gesucht werden muss.
Hier liegt vielleicht auch ein gewisser Widerspruch. Denn der Klimawandel zeigt ja eigentlich, dass Menschen nicht in der Lage/oder schlicht nicht gewilllt sind, so langfristig zu denken, um über die eigene Lebenszeit hinaus zu planen und sich entsprechend zu verhalten. Genau das wäre aber auch bei einem Generationenraumschiff erforderlich, wenn das funktionieren soll.
Es gibt also keine Rettung für die Menschheit, zumindest nicht mit dem aktuellen Mindset (Freiheit über alles), oioi...
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