Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

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Sternchen
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Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Sternchen »

Uncoolman hat geschrieben: 27.04.2026, 15:48 Die öffentlichen Verkehrsmittel benutzten bis vor kurzem fast ausschließlich Diesel-Busse. Das war auch nicht ökologisch. Eisenbahn auf dem Land ist suboptimal, um es diplomatisch auszudrücken. Das Dilemma ist nun mal, dass ÖPNV nicht komfortabel ist: man kann nichts transportieren, man braucht lange, man muss umsteigen, die Haltestellen liegen ungünstig und teuer ist es außerdem. Gut, jetzt gibt es zunehmend abgasfreie E-Busse, aber auf dem Land klappt das weniger. Durch die Konzentration auf den Individualverkehr ist alles wegrationalisiert worden. Und so schnell kann man das nicht wieder auf den Stand von früher bringen, naja, und Busfahrer braucht man ja auch dafür. Ich kenne Dorfgemeinden, da gibt es weder einen Supermarkt noch einen Arzt noch einen Friseur, und als Post dient nur eine Packstation. Da braucht man schon alleine für Milch und Klopapier ein Auto. Da es erst recht keine Ladestation gibt, bleibt nur der Verbrenner.

Die Frage ist jedoch: da der begrenzte Radius bei E-Autos immer als Gegenargument angeführt wird, muss man mal überlegen, wer eigentlich 500 oder 1000 Kilometer fahren muss und warum. Zuallererst sind es die LKWs, die ich früher erwähnte. Also der gesamte Warentransport. Dann sind es Handwerker, Vertreter, Pflege- und Hilfsdienste oder Überlandbusse. Im Prinzip sind das alles Berufsfahrten. Wann kommt eine private Fahrt von 500 Kilometern zum Tragen? Urlaub? Wie schon erwähnt, sind 8 Stunden im Auto, mit Kindern und Hund, kein Vergnügen. Die üblichen Besuche und Ausflüge, die ich so kenne, schafft man auch mit einem E-Auto. Sie sind im Bereich von max. 200 Kilometern. Wenn man also für längere Reisen unbedingt ein Auto braucht, dann wären Autoreisezüge die sinnvollste Ergänzung (siehe Alpenüberquerung). Es geht nicht darum, gegen etwas zu wettern, sondern sich zu überlegen, was man besser machen kann. An erster Stelle stünde da der Ausbau der Ladestationen. Und zwar extrem.
Ich wettere nicht dagegen sondern hinterfrage und teile meine Meinung mit.
Ja der Ausbau von E-Stationen wäre sinnvoll, aber das allein wäre zu wenig.
Autoreisezüge sind nicht in jeder Gegend verfügbar, daher ist der Vorschlag nicht sehr weit gedacht.
Das man allerdings für Milch, Klopapier ein Auto braucht stimmt nicht.
Dann nimmt man eben einen Trolli, oder einen großen Rucksack, das klingt für mich sry nach Ausreden für Beqeuemlichkeit damit die Leute weiterhin überall ein Auto kaufen können, ganz egal ob E-Auto oder Benziner,Oder wieviel Milch/Klopapier kaufst du bitte pro Woche ein? Eine Ganze Palette? :lol:
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld
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Uncoolman
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Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Uncoolman »

Wenn es im Ort keinen Supermarkt gibt (das habe ich geschrieben), kann man natürlich mit dem Trolli 5 oder 10 Kilometer laufen. Bis zur nächsten Möglichkeit könnten es aber auch 20 Kilometer werden...

Dass es keine Autoreisezüge gibt, weiß ich. Es ging auch darum, VORSCHLÄGE zu machen. Das heißt, dass LANGE Reisen mit dem Auto (genauso wie Transporte mit LKW) über 600, 2000 Kilometer einfach Schwachsinn sind, weil es dafür Langstreckenmöglichkeiten geben sollte (die „rollende Landstraße“ gibt es bereits. Ich weiß nur nicht, wie gut die angenommen wird. Offenbar nicht SO intensiv, dass der Güterverkehr auf der Straße dadurch weniger würde...). Ich befürchte, die DB hat das Konzept einfach verkackt, weil es der Auto-Lobby ein Dorn im Auge ist. Übrigens hätte man in fast jedes 2000-Seelen-Dorf vor 30/40 Jahren noch mit der Bahn fahren können (die hätte auch Autos mitnehmen können, man braucht ja keine ganzen ZÜGE, ein Waggon für Autos wäre auch genug). Man schaue mal auf das ehemalige Schienennetz, inklusive Fabrik- und Güteranbindung!

Wenn es darum geht, von Hamburg nach Marseille mit dem Auto zu fahren, kann man natürlich die 1494 Kilometer genießen und die Strecke selbst als Ziel betrachten. Dagegen spricht ja auch nichts (man kann es auch mit dem Fahrrad machen...). In der Regel hetzt man die Strecke aber ab (und möglichst ohne teure Übernachtung, weil man nur eine Woche Urlaub hat. ) und steht von den 15 Stunden Fahrzeit zusätzlich 4 Stunden im Stau. Es spricht also nichts dagegen, dafür Autozüge wieder einzuführen - die gibt es praktisch nur noch auf Sylt. Und DAS ist der Gedanke. Es ging darum, alle Entfernungen über 400 Kilometern zu vermeiden, weil das nur Stress ist und der PKW dafür nicht geeignet ist, unnötig Sprit verbraucht und sowieso Qualm produziert. Das E-Auto würde die Strecke nicht schaffen, aber der Verbrenner ist keine Alternative. Warum versteifen wir uns also darauf, ALLES unbedingt per Auto zu erledigen? Weil die schonenden Alternativen ABSICHTLICH gegen die Wand gefahren wurden. Und immer noch werden.

PS Das ist auch bereits in den USA passiert (ehemals eines der meistbefahrenen Schienennetze der Welt, Amerika wurde durch die Eisenbahn aufgebaut), und da wir die USA gerne kopieren, sind wir auch ein Autoland geworden. Die Schweiz hat es besser gemacht.
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Sternchen
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Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Sternchen »

Uncoolman hat geschrieben: 27.04.2026, 23:03 Wenn es im Ort keinen Supermarkt gibt (das habe ich geschrieben), kann man natürlich mit dem Trolli 5 oder 10 Kilometer laufen. Bis zur nächsten Möglichkeit könnten es aber auch 20 Kilometer werden...



Das Beispiel ist so an den Haaren herbeigezogen, selbst kleine Dörfer haben einen Hausarzt und mindestens einen Supermarkt,
Das Szenario, das du beschreibst kommt nur sehr sehr selten vor, und dass das von mir scherzhaft gemeint war, hast du auch nicht gerafft. #-o
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


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