Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Hier könnt ihr nach Herzenslust plaudern.
Antworten
Benutzeravatar
Sternchen
Abenteuer-Legende
Abenteuer-Legende
Beiträge: 14386
Registriert: 05.02.2004, 23:18

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Sternchen »

Cohen:

„Es geht hier nicht um persönliche Vorlieben oder individuelle Urlaubsplanung, sondern um eine viel grundsätzlichere, gesellschaftliche Frage. In einer Zeit, in der die Menschen immer weniger Geld zur von ihrem Netto-Einkommen übrig haben, kann man die Defizite und die massiven Kosten der E-Mobilität nicht einfach als 'persönliche Entscheidung' oder 'Einstellungssache' abtun.
​Deine Argumentation ist bequem, weil sie die wirtschaftliche Realität ausblendet.
Wenn du sagst, viele Leute bleiben eh zu Hause', dann deutest du eine finanzielle Notwendigkeit, oder technische Einschränkung in ein freiwilliges Bedürfnis um. Das ist gefährlich, denn so wird eine schleichende Verschlechterung des Lebensstandards als neuer Standard verkauft.
​Ein E-Auto, das in der Anschaffung extrem teuer ist und bei dem man jeden Kilometer kalkulieren muss, ist in Zeiten schwindender Kaufkraft keine allgemeine Lösung. Man kann die Augen nicht davor verschließen, dass Mobilität für alle bezahlbar und uneingeschränkt funktionieren muss. Deine Sichtweise mag für dich funktionieren, aber sie lässt sich nicht auf die gesamte Gesellschaft ummünzen, ohne dass dabei die finanzielle Stabilität und die Freiheit der breiten Masse auf der Strecke bleiben.“
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld
Benutzeravatar
Uncoolman
Zombiepirat
Zombiepirat
Beiträge: 12511
Registriert: 08.04.2007, 21:50

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Uncoolman »

E-Auto-Übersicht und ca.-Preise vom ADAC:

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/e ... icht-2026/

PS Ein Neuwagen bleibt auch im Verbrenner-Bereich eine teure Anschaffung. Wenn der Markt sich an E-Autos „gewöhnt“ hat und die Margenzahlen hoch sind, werden auch die Preise moderater. Auch im Gebrauchtsektor. Es ist ja schon ausreichend, wenn immerhin öffentliche Einrichtungen oder Firmen auf E-Mobilität umsteigen (z.B. Busse, Lieferdienste oder Pflege), weil ja jedes Fahrzeug ohne Abgase ein Fahrzeug ohne Abgase ist... ;)
Mathilda: "Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter."
Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."

Léon - der Profi


Filmrateliste von Nitrosamin:
http://nitrosamin.bplaced.net
Benutzeravatar
Cohen
Riesiger Roboteraffe
Riesiger Roboteraffe
Beiträge: 6549
Registriert: 24.12.2007, 13:34

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Cohen »

Sternchen hat geschrieben: 26.04.2026, 19:06 „Es geht hier nicht um persönliche Vorlieben oder individuelle Urlaubsplanung, sondern um eine viel grundsätzlichere, gesellschaftliche Frage. In einer Zeit, in der die Menschen immer weniger Geld zur von ihrem Netto-Einkommen übrig haben, kann man die Defizite und die massiven Kosten der E-Mobilität nicht einfach als 'persönliche Entscheidung' oder 'Einstellungssache' abtun.

Die "massiven Kosten der E-Mobilität" sind aber in den meisten Fällen mittel- bis langfristig keine Mehrkosten gegenüber der Mineralöl-Mobilität sondern ähnliche Kosten oder sogar geringere Gesamtkosten.

Wie bereits geschrieben:
- die einmaligen Anschaffungskosten sind höher (ca. 10.000 € zu einem vergleichbaren Benziner-Neuwagen; auf dem Gebrauchtmarkt verringert sich der Abstand gegenüber einem vergleichbaren Benziner-Gebrauchtwagen noch)
- die laufenden Kosten eines E-Autos sind deutlich geringer als bei einem vergleichbaren Benziner oder Diesel (deutlich weniger Energiekosten, weniger Verschleißteile, weniger Kfz-Steuer, TÜV günstiger da ohne Abgasuntersuchung)

Wer z. B. pro Jahr durchschnittlich 20.000 km fährt (was bei vielen Pendlern zur Arbeit der Fall ist) hat bei einem Strompreis von 0,30 € pro kWh und einem Verbrauch von durchschnittlich 20 kWh pro 100 km (die meisten sind noch sparsamer)jährliche Energiekosten von 1.200 €. Rechenweg: (20.000 km x 20 kWh x 0,30 € / 100 km)

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Benzin/Dieselkosten mittelfristig auf 2 Euro pro Liter sinken und man einen sparsamen Benziner/Diesel mit 6 Liter pro 100 km fährt, sind wir bei jährlichen Energiekosten von 2.400 €. Rechenweg: (20.000 km x 6 Liter x 2,00 € / 100 km)

Nach 10 Jahren sind in diesem Beispiel die laufenden Energiekosten beim E-Auto also 12.000 € weniger, hinzu kommen 10 Jahre eingesparte Kfz-Steuer, geringere TÜV-Kosten von 5 Untersuchungen und weniger Verschleißkosten (kein Ölwechsel, geringere Abnutzung der Bremsen durch Rekuperation, weniger bewegliche Teile, die sich abnutzen, usw.).

Wer teilweise eigenen Solarstrom nutzen kann, spart noch mehr. Wir laden im Jahresdurchschnitt ca. 50% durch selbsterzeugten Strom auf (im Sommer 80 - 90%, im Winter 0 - 10%) und ca. 50% durch angekauften Strom (im Sommer ca. 10 -20%, im Winter 90 - 100%). Ohne E-Auto-Laden würden wir den Strom stattdessen für 11,5 Cent einspeisen, für den angekauften Strom zahlen wir 28 Cent, im Jahresdurchschnitt laden wir also für ca. 0,20 € pro kWh statt den oben genannten 0,30 €.

Wer also pro Jahr durchschnittlich 20.000 km fährt, hat bei einem Strompreis von 0,20 € pro kWh und einem Verbrauch von durchschnittlich 20 kWh pro 100 km sogar nur jährliche Energiekosten von 800 €[/b]. Rechenweg: (20.000 km x 20 kWh x 0,20 € / 100 km)

Nach 10 Jahren sind in diesem Beispiel die laufenden Energiekosten beim E-Auto also 16.000 € weniger (24.000 € - 8.000 €).

Ich könnte das Rechenbeispiel auch noch mit anderen durchschnittlichen Jahreskilometerzahlen wiederholen, aber per Dreisatz sollte sich das auch jeder selbst ausrechnen können.

Sternchen hat geschrieben: 26.04.2026, 19:06 Wenn du sagst, viele Leute bleiben eh zu Hause', dann deutest du eine finanzielle Notwendigkeit, oder technische Einschränkung in ein freiwilliges Bedürfnis um.

Nein, ich habe verschiedene Gründe genannt, warum viele Leute keine langen Urlaubsreisen im eigenen PKW unternehmen (und welche Alternativen sie haben/nutzen)... schau gerne nochmals in meinen vorherigen Beitrag. Du pickst dir lediglich das raus, was in deine Argumentationskette passt.

Sternchen hat geschrieben: 26.04.2026, 19:06 Ein E-Auto, das in der Anschaffung extrem teuer ist und bei dem man jeden Kilometer kalkulieren muss, ist in Zeiten schwindender Kaufkraft keine allgemeine Lösung.

Man muss bei einem E-Auto nicht "bei jeden Kilometer kalkulieren". Die laufenden Kosten sind geringer (siehe Rechenbeispiel von oben), also muss man eher beim Benziner oder Diesel "bei jeden Kilometer kalkulieren", da bei Benziner/Diesel die Energiekosten pro Kilometer deutlich höher sind.
Multi-Gamer: Meta Quest 3, Switch 2, PC + PCVR, PS5 + PSVR2, Xbox Series X, iPad Pro M2, Steam Deck OLED, Switch OLED, Xbox One X, PS4 Pro + PSVR1, WiiU, iPad Air, 3DS XL, PS Vita, iPad 1, DS Lite, PS3, Wii, Xbox 360, PSP, Xbox, GameCube, GBA, PS2, GB Color, N64, PS1, Amiga, C128, Atari VCS
Benutzeravatar
Uncoolman
Zombiepirat
Zombiepirat
Beiträge: 12511
Registriert: 08.04.2007, 21:50

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Uncoolman »

Wir haben viele verschiedene Szenarien und für einige davon sind E-Autos sinnvoll, für andere weniger. Geht man mal davon aus, dass der „typische“ Pendler die maximale Kilometerzahl eines E-Autos nicht überschreitet, so wäre das Angebot eines Arbeitgebers, das Auto während der Arbeitszeit auftanken zu können, eine Gewinnersituation. Das bedeutet aber in jedem Fall, dass die Infrastruktur dringend nachgerüstet werden muss. Und dass behördliche Schikanen (z.B., was Bordsteinladestationen oder einheitliche, kompatible Lademöglichkeiten betrifft) wegfallen müssen. Wir gehen davon aus, dass Verbrenner nicht mehr ewig fahren werden. Nicht, weil man sie verbieten möchte (diese linksversifften woken Grünen ;) sind daran nicht schuld...), sondern weil einfach irgendwann mal der Sprit alle ist oder unglaublich teuer. Auch die neu erfundenen „Crack“-Methoden halten das nicht für immer auf (und machen unglaublich viel Dreck!).
Zusätzlich muss die autounabhängige Infrastruktur wieder hochgepäppelt werden. Soll heißen: warum muss ALLES per Diesel-LKW befördert werden? Deutschland hatte mal das umfangreichste und dichteste Eisenbahnnetz Europas (oder gar der Welt, was die Staatsgröße betrifft?). Das wurde alles abgebaut und verschlampt. Aber angenommen, die WAHREN Transport- und Unterhaltskosten würde man auf die LKWs legen, dann sind sie überhaupt nicht mehr so billig. Das ist alles Augenwischerei. Nur weil die maroden Brücken vom Steuerzahler, also der Allgemeinheit, gerettet werden, heißt das ja nicht, dass die wahren Verursacher davonkommen sollen.

Das Argument dagegen: das Umladen. Man kann seine Paletten in A-Dorf einladen und in B-Stadt vor dem Ziel ausladen. Schön. Aber dazwischen liegen tausende von Kilometern, die ein übermüdeter, schlecht bezahlter Fahrer in der Nacht abbrettern muss. Angenommen, wir haben genormte kleinere Container, die auf einen Lieferwagen passen. Sowas gab es schon mal und nannte sich „Von Haus zu Haus“ (ich habe es selber genutzt). Die Container kommen auf die Bahn und werden auf (standardisierte) E-LKWs für die Verteilung umgeladen. Die Fahrer fahren also nicht mehr 1000 Kilometer, sondern bekommen ihren Job in der Verteilerstation. Diese kleineren LKWs finden schneller Parkplätze, verbrauchen weniger, dürfen auch in geschwindigkeitsbegrenzten und nicht tragfähigen Zonen fahren, sind leise und am Ende billiger. Da passt alles rein: Milch für Aldi, Bücherbestellungen über Nacht, Jeans für Karstadt, auch Pflaumen aus Genua, wenn es sein muss... Und die Fahrer sind abends zuhause...
Mathilda: "Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter."
Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."

Léon - der Profi


Filmrateliste von Nitrosamin:
http://nitrosamin.bplaced.net
Benutzeravatar
Sternchen
Abenteuer-Legende
Abenteuer-Legende
Beiträge: 14386
Registriert: 05.02.2004, 23:18

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Sternchen »

Uncoolman hat geschrieben: 27.04.2026, 01:07 Wir haben viele verschiedene Szenarien und für einige davon sind E-Autos sinnvoll, für andere weniger. Geht man mal davon aus, dass der „typische“ Pendler die maximale Kilometerzahl eines E-Autos nicht überschreitet, so wäre das Angebot eines Arbeitgebers, das Auto während der Arbeitszeit auftanken zu können, eine Gewinnersituation. Das bedeutet aber in jedem Fall, dass die Infrastruktur dringend nachgerüstet werden muss. Und dass behördliche Schikanen (z.B., was Bordsteinladestationen oder einheitliche, kompatible Lademöglichkeiten betrifft) wegfallen müssen. Wir gehen davon aus, dass Verbrenner nicht mehr ewig fahren werden. Nicht, weil man sie verbieten möchte (diese linksversifften woken Grünen ;) sind daran nicht schuld...), sondern weil einfach irgendwann mal der Sprit alle ist oder unglaublich teuer. Auch die neu erfundenen „Crack“-Methoden halten das nicht für immer auf (und machen unglaublich viel Dreck!).
Zusätzlich muss die autounabhängige Infrastruktur wieder hochgepäppelt werden. Soll heißen: warum muss ALLES per Diesel-LKW befördert werden? Deutschland hatte mal das umfangreichste und dichteste Eisenbahnnetz Europas (oder gar der Welt, was die Staatsgröße betrifft?). Das wurde alles abgebaut und verschlampt. Aber angenommen, die WAHREN Transport- und Unterhaltskosten würde man auf die LKWs legen, dann sind sie überhaupt nicht mehr so billig. Das ist alles Augenwischerei. Nur weil die maroden Brücken vom Steuerzahler, also der Allgemeinheit, gerettet werden, heißt das ja nicht, dass die wahren Verursacher davonkommen sollen.

Das Argument dagegen: das Umladen. Man kann seine Paletten in A-Dorf einladen und in B-Stadt vor dem Ziel ausladen. Schön. Aber dazwischen liegen tausende von Kilometern, die ein übermüdeter, schlecht bezahlter Fahrer in der Nacht abbrettern muss. Angenommen, wir haben genormte kleinere Container, die auf einen Lieferwagen passen. Sowas gab es schon mal und nannte sich „Von Haus zu Haus“ (ich habe es selber genutzt). Die Container kommen auf die Bahn und werden auf (standardisierte) E-LKWs für die Verteilung umgeladen. Die Fahrer fahren also nicht mehr 1000 Kilometer, sondern bekommen ihren Job in der Verteilerstation. Diese kleineren LKWs finden schneller Parkplätze, verbrauchen weniger, dürfen auch in geschwindigkeitsbegrenzten und nicht tragfähigen Zonen fahren, sind leise und am Ende billiger. Da passt alles rein: Milch für Aldi, Bücherbestellungen über Nacht, Jeans für Karstadt, auch Pflaumen aus Genua, wenn es sein muss... Und die Fahrer sind abends zuhause...
Das mit den Zügen wäre die pragmatischere und umweltfreundlichere Alternative. Keine Ahnung, ob Österreich auch früher so ein Transportsystem rein nur per Zug hatte? Aber machbar wäre es denke ich für beide Länder. Klappt halt nur nicht, wenn die Politik dann nicht mitspielt.
Wenn es so einfach wäre, wieso tut man das jetzt schon nicht? Z.b für so ziemlich alle Waren, die man benötigt zum leben?
Aktuell werden Sachen doch geliefert mit Lkws, oder der Großteil davon andere Sachen werden auch mit Zügen geliefert, aber eben mehr Rohstoffe, oder sehr schwer, große Güter.
Ob das echt so machbar wäre, ist fraglich, und sprich ob das dann so gewollt ist von der Politik und den Leuten, aber schlecht finde ich die Idee an und für sich nicht.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld
Benutzeravatar
Sternchen
Abenteuer-Legende
Abenteuer-Legende
Beiträge: 14386
Registriert: 05.02.2004, 23:18

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Sternchen »

Cohen hat geschrieben: 26.04.2026, 22:58

Die "massiven Kosten der E-Mobilität" sind aber in den meisten Fällen mittel- bis langfristig keine Mehrkosten gegenüber der Mineralöl-Mobilität sondern ähnliche Kosten oder sogar geringere Gesamtkosten.

Wie bereits geschrieben:
- die einmaligen Anschaffungskosten sind höher (ca. 10.000 € zu einem vergleichbaren Benziner-Neuwagen; auf dem Gebrauchtmarkt verringert sich der Abstand gegenüber einem vergleichbaren Benziner-Gebrauchtwagen noch)
- die laufenden Kosten eines E-Autos sind deutlich geringer als bei einem vergleichbaren Benziner oder Diesel (deutlich weniger Energiekosten, weniger Verschleißteile, weniger Kfz-Steuer, TÜV günstiger da ohne Abgasuntersuchung)

Wer z. B. pro Jahr durchschnittlich 20.000 km fährt (was bei vielen Pendlern zur Arbeit der Fall ist) hat bei einem Strompreis von 0,30 € pro kWh und einem Verbrauch von durchschnittlich 20 kWh pro 100 km (die meisten sind noch sparsamer)jährliche Energiekosten von 1.200 €. Rechenweg: (20.000 km x 20 kWh x 0,30 € / 100 km)

Selbst wenn wir davon ausgehen, dass die Benzin/Dieselkosten mittelfristig auf 2 Euro pro Liter sinken und man einen sparsamen Benziner/Diesel mit 6 Liter pro 100 km fährt, sind wir bei jährlichen Energiekosten von 2.400 €. Rechenweg: (20.000 km x 6 Liter x 2,00 € / 100 km)

Nach 10 Jahren sind in diesem Beispiel die laufenden Energiekosten beim E-Auto also 12.000 € weniger, hinzu kommen 10 Jahre eingesparte Kfz-Steuer, geringere TÜV-Kosten von 5 Untersuchungen und weniger Verschleißkosten (kein Ölwechsel, geringere Abnutzung der Bremsen durch Rekuperation, weniger bewegliche Teile, die sich abnutzen, usw.).

Wer teilweise eigenen Solarstrom nutzen kann, spart noch mehr. Wir laden im Jahresdurchschnitt ca. 50% durch selbsterzeugten Strom auf (im Sommer 80 - 90%, im Winter 0 - 10%) und ca. 50% durch angekauften Strom (im Sommer ca. 10 -20%, im Winter 90 - 100%). Ohne E-Auto-Laden würden wir den Strom stattdessen für 11,5 Cent einspeisen, für den angekauften Strom zahlen wir 28 Cent, im Jahresdurchschnitt laden wir also für ca. 0,20 € pro kWh statt den oben genannten 0,30 €.

Wer also pro Jahr durchschnittlich 20.000 km fährt, hat bei einem Strompreis von 0,20 € pro kWh und einem Verbrauch von durchschnittlich 20 kWh pro 100 km sogar nur jährliche Energiekosten von 800 €[/b]. Rechenweg: (20.000 km x 20 kWh x 0,20 € / 100 km)

Nach 10 Jahren sind in diesem Beispiel die laufenden Energiekosten beim E-Auto also 16.000 € weniger (24.000 € - 8.000 €).

Ich könnte das Rechenbeispiel auch noch mit anderen durchschnittlichen Jahreskilometerzahlen wiederholen, aber per Dreisatz sollte sich das auch jeder selbst ausrechnen können.
Nur weil dein Rechenbeispiel das so besagt, muss das nicht zwangsläufig dann auch die Realität dann sein, und das ist mein Punkt,


Zumal wird die Zeit zeigen, ob langfristig das E-Auto teurer in der Anschaffung bleibt oder der Benziner. Niemand weiß, wie sich die Preise da entwickeln werden, Interessant, dass du glaubst, das bleibt nun so stabil auf einem Level. Ich sehe das nicht so.
Cohen hat geschrieben: 26.04.2026, 22:58 Man muss bei einem E-Auto nicht "bei jeden Kilometer kalkulieren". Die laufenden Kosten sind geringer (siehe Rechenbeispiel von oben), also muss man eher beim Benziner oder Diesel "bei jeden Kilometer kalkulieren", da bei Benzinern/Dieseln die Energiekosten pro Kilometer deutlich höher sind.
Man sollte es im Vorfeld doch genau wissen, denn sonst tut es am Ende dem Geldbeutel sehr weh, und es kann zu anderen Problemen ebenfalls führen.
Das nennt sich vorausschauendes Planen, als darauf hoffen das wird schon einfach alles klappen.
Cohen hat geschrieben: 26.04.2026, 22:58 Du pickst dir lediglich das raus, was in deine Argumentationskette passt.
Falsch, ich sehe das für mich und für die Menschheit realistisch und bin nicht befreit, mich auf mögliche optimistische Zukunftsszenarien einzulassen, die jetzt noch nicht mal Realität sind.
Erst recht nicht in einer Realität, in der sich die Zukunft fortlaufend ändert, zumal wirst du langsam persönlich.
Zuletzt geändert von Sternchen am 27.04.2026, 22:11, insgesamt 1-mal geändert.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld
Benutzeravatar
JohnLemon
Adventure-Gott
Adventure-Gott
Beiträge: 8565
Registriert: 18.10.2003, 12:22

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von JohnLemon »

~geändert~
Zuletzt geändert von JohnLemon am 27.04.2026, 10:37, insgesamt 1-mal geändert.
Nur weil etwas Fakt ist, muss es ja nicht stimmen. (Christoph Sieber)
Benutzeravatar
Cohen
Riesiger Roboteraffe
Riesiger Roboteraffe
Beiträge: 6549
Registriert: 24.12.2007, 13:34

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Cohen »

Sternchen hat geschrieben: 27.04.2026, 02:18
Cohen hat geschrieben: 26.04.2026, 22:58
Nur weil dein Rechenbeispiel das so besagt, muss das nicht zwangsläufig dann auch die Realität dann sein, und das ist mein Punkt,

Ich habe den Rechenweg genau benannt:
durchschnittliche Jahreskilometer x Verbrauch pro 100 km x Verbrauchspreis pro kWh bzw. Liter / 100
Wo sind denn die Rechenfehler bzw. welche Faktoren sind falsch?
Mathematik entspricht der Realität und ist objektiv.
Sternchen hat geschrieben: 27.04.2026, 02:18 Zumal wird die Zeit zeigen, ob langfristig das E-Auto teurer in der Anschaffung bleibt, oder der Benziner. Niemand weiß wie die Preise sich da entwickeln werden,

Wenn das E-Auto NICHT teurer in der Anschaffung bleibt als der Benziner, dann lohnt es sich doch NOCH MEHR, zukünftig ein E-Auto zu kaufen. Dann wären Anschaffungskosten UND laufende Kosten günstiger. Aber ging es in der bisherigen Diskussion nicht darum, dass die Gesamtkosten eines E-Autos bereits jetzt in vielen Fällen günstiger sind als bei vergleichbaren Benzinern/Dieseln?
Sternchen hat geschrieben: 27.04.2026, 02:18 Interessant, dass du glaubst, das bleibt nun so stabil auf einem Level. Ich sehe das nicht so.

Interessant, dass du glaubst, ich würde glauben, alle Preise/Faktoren in dem Rechenbeispiel blieben stabil auf einem Level. Zu der zukünftigen Entwicklung hatte ich nämlich gar nichts geschrieben, sondern lediglich Beispielrechnungen nach jetzigem Stand aufgestellt.

Aber welche Faktoren werden denn deiner Meinung nach zukünftig die Gesamtkosten der Benziner gegenüber den E-Autos attraktiver machen? Wird der Abstand beim Anschaffungspreis zwischen vergleichbaren Benzinern und E-Autos steigen?
Werden die laufenden Kosten beim Benziner sinken oder zumindest langsamer steigen als bei den E-Autos?

Cohen hat geschrieben: 26.04.2026, 22:58 Man muss bei einem E-Auto nicht "bei jeden Kilometer kalkulieren". Die laufenden Kosten sind geringer (siehe Rechenbeispiel von oben), also muss man eher beim Benziner oder Diesel "bei jeden Kilometer kalkulieren", da bei Benziner/Diesel die Energiekosten pro Kilometer deutlich höher sind.
Sternchen hat geschrieben: 27.04.2026, 02:18 Man sollte es im Vorfeld doch genau wissen, denn sonst tut es am Ende den Geldbeutel sehr weh, und es kann zu anderen Problemen ebenfalls führen.
Das nennt sich vorraussichtiges Planen, als darauf hoffen das wird schon einfach alles klappen.

Genau wissen kann man die weitere Entwicklung weder beim E-Auto noch beim Benziner. Bei dieser Art des "voraussichtigen Planens" würde man im Endeffekt also nie ein Auto kaufen (egal ob E-Auto oder Benziner), da niemand die genaue Zukunft kennt. Bloß komplett auf einen PKW zu verzichten ist für viele nicht möglich (besonders außerhalb der Großstädte steht es um die Alternative "öffentlichen Verkehrsmittel" sehr schlecht), da kann man die Entscheidung nicht jahrelang aufschieben.
Sternchen hat geschrieben: 27.04.2026, 02:18
Cohen hat geschrieben: 26.04.2026, 22:58 Du pickst dir lediglich das raus, was in deine Argumentationskette passt.
Falsch, ich sehe das für mich und für die Menschheit realistisch und bin nicht befreit, mich auf mögliche optimistische Zukunftsszenarien einzulassen, die jetzt noch nicht mal Realität sind.

Moment! Weitest du gerade DEINE Meinung auf die ganze Menschheit aus?
Schönes Zitat: "Dass du glaubst, für alle sprechen zu dürfen, das steht dir nicht zu." (Sternchen, 26.04.2026)

Zudem waren meine Rechenbeispiele und Argumente der jetzige Stand, kein Zukunftsszenario. Bereits jetzt sind die laufenden Kosten von E-Autos nur ein Bruchteil als bei den Benzinern, wenn man überwiegend zu Hause laden kann. Bereits jetzt fahren viele Menschen keine sehr langen Strecken im eigenen PKW, sondern nutzen entweder Alternativen (z. B. Bus-, Zug- oder Flugreisen) oder bleiben (aus diversen Gründen) in Reichweite des eigenen Wohnorts.

Zudem musst du dich auch nicht auf ein ungewisses Zukunftsszenario einlassen und bereits jetzt auf E-Mobilität setzen. Falls in deiner individuellen Situation ein Benziner besser passt, kauf dir halt einen Benziner. Oder nutze öffentliche Verkehrmittel, falls du in der glücklichen Situation bist, in einer Stadt zu leben, die ein gutes öffentliches Verkehrsnetz hat.

Stand heute ist:
- für viele Personen ist ein E-Auto die kostengünstigere Wahl, wenn man die Gesamtkosten betrachtet
- für viele Personen ist ein Benziner oder Diesel die kostengünstigere Wahl, wenn man die Gesamtkosten betrachtet (z. B. nur sehr wenige Jahreskilometer oder nur Laden an öffentlichen Säulen für 50 - 90 Cent pro kWh möglich)
- für viele Personen ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die kostengünstigere Wahl, besonders in Großstädten

- für viele Personen wäre ein E-Auto die geeignetste Wahl, ein E-Auto ist bereits jetzt für sie ein guter Ersatz zum Benziner/Diesel
- für viele Personen wäre ein Benziner oder Diesel die geeignetste Wahl
- für viele Personen wäre die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die geeignetste Wahl
Multi-Gamer: Meta Quest 3, Switch 2, PC + PCVR, PS5 + PSVR2, Xbox Series X, iPad Pro M2, Steam Deck OLED, Switch OLED, Xbox One X, PS4 Pro + PSVR1, WiiU, iPad Air, 3DS XL, PS Vita, iPad 1, DS Lite, PS3, Wii, Xbox 360, PSP, Xbox, GameCube, GBA, PS2, GB Color, N64, PS1, Amiga, C128, Atari VCS
Benutzeravatar
Cohen
Riesiger Roboteraffe
Riesiger Roboteraffe
Beiträge: 6549
Registriert: 24.12.2007, 13:34

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Cohen »

Uncoolman hat geschrieben: 26.04.2026, 22:51 PS Ein Neuwagen bleibt auch im Verbrenner-Bereich eine teure Anschaffung. Wenn der Markt sich an E-Autos „gewöhnt“ hat und die Margenzahlen hoch sind, werden auch die Preise moderater.

Ja, der Preis-Unterschied zwischen einem Verbrenner-Neuwagen und einem vergleichbaren Elektro-Neuwagen ist gar nicht so hoch, wie viele zu glauben scheinen.

Uncoolman hat geschrieben: 26.04.2026, 22:51 Auch im Gebrauchtsektor.

Mittlerweile kommen einige E-Auto-Modelle ja bereits im Gebrauchtmarkt an.

Ich habe mal nach einem geeigneten Beispiel (selben Hersteller, selbe Fahrzeugklasse, selbes Baujahr, selbe Ausstattung) gesucht, um die Preisunterschiede auf dem Gebrauchtmarkt darzustellen:

Einen 5 Jahre alten Renault Clio "TCe 90" mit "Intens-Ausstattung" und maximal 60.000 km bekommt man für 11.000 - 15.000 Euro:

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/sear ... b=p&vc=Car

Einen 5 Jahre alten Renault Zoe "R135" mit "Intens-Ausstattung" (inklusive Batteriekauf statt Batteriemiete) und maximal 60.000 km bekommt man für 13.000 - 17.000 Euro:

https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/sear ... b=p&vc=Car

Da liegen die Anschaffungspreise also nur noch ca. 2000 € auseinander. Beide 5 Jahre alten Autos können noch 10 - 15 Jahre gefahren werden, die Zoe mit deutlich niedrigeren laufenden Kosten pro Jahr.

Der Clio hat die höhere Maximalgeschwindigkeit, die Zoe beschleunigt dafür schneller. Abseits davon sind sich die beiden Modelle sehr ähnlich.
Multi-Gamer: Meta Quest 3, Switch 2, PC + PCVR, PS5 + PSVR2, Xbox Series X, iPad Pro M2, Steam Deck OLED, Switch OLED, Xbox One X, PS4 Pro + PSVR1, WiiU, iPad Air, 3DS XL, PS Vita, iPad 1, DS Lite, PS3, Wii, Xbox 360, PSP, Xbox, GameCube, GBA, PS2, GB Color, N64, PS1, Amiga, C128, Atari VCS
Benutzeravatar
Sternchen
Abenteuer-Legende
Abenteuer-Legende
Beiträge: 14386
Registriert: 05.02.2004, 23:18

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Sternchen »

Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Ich habe den Rechenweg genau benannt:
durchschnittliche Jahreskilometer x Verbrauch pro 100 km x Verbrauchspreis pro kWh bzw. Liter / 100
Wo sind denn die Rechenfehler bzw. welche Faktoren sind falsch?
Mathematik entspricht der Realität und ist objektiv.
Interessant, dass du dein Rechenbeispiel für absolut fehlerfrei hälst?
Fakten, Quellen, Rechenbeispiele können sich immer irren.
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Wenn das E-Auto NICHT teurer in der Anschaffung bleibt als der Benziner, dann lohnt es sich doch NOCH MEHR, zukünftig ein E-Auto zu kaufen. Dann wären Anschaffungskosten UND laufende Kosten günstiger. Aber ging es in der bisherigen Diskussion nicht darum, dass die Gesamtkosten eines E-Autos bereits jetzt in vielen Fällen günstiger sind als bei vergleichbaren Benzinern/Dieseln?
Du hast mich immer noch nicht verstanden, JETZT für diesen Moment bleibt nicht teurer als der Benziner, aber die Preise ändern sich gerade jetzt in dieser Preise konstant. Das ist eine Konstante, die niemand vorhersehen kann, weder Du noch Ich.

Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Interessant, dass du glaubst, ich würde glauben, alle Preise/Faktoren in dem Rechenbeispiel blieben stabil auf einem Level. Zu der zukünftigen Entwicklung hatte ich nämlich gar nichts geschrieben, sondern lediglich Beispielrechnungen nach jetzigem Stand aufgestellt.
Ich habe genau das Gegenteil gesagt mit meinen Aussagen. ES ist sehr davon abhängig, wie man ein Rechenbeispiel rechnet, ob ein Ergebnis immer das gleiche bleibt. oder es sich ändert. Es gibt Rechenarten, bei denen selbst das Ergebnis abweichen kann.
Auch wenn ich mit Mathematik nicht gut bin, aber sorry, das ist doch bekannt.
Demzufolge werde ich das hier nicht ausrechnen, weil du so versuchst, mich auf dein Spielfeld zu bewegen, um mir dann nachher vorhalten zu können, mein Rechenergebnis sei falsch, und deines richtig.
Und ich empfinde diese Argumentationsweise auch ehrlich als unfair von dir, weil du dich auf deine Rechenaufgabe förmlich verbeißt.
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Aber welche Faktoren werden denn deiner Meinung nach zukünftig die Gesamtkosten der Benziner gegenüber den E-Autos attraktiver machen? Wird der Abstand beim Anschaffungspreis zwischen vergleichbaren Benzinern und E-Autos steigen?
Werden die laufenden Kosten beim Benziner sinken oder zumindest langsamer steigen als bei den E-Autos?
Attraktiver? Es geht hier nicht um attraktiv oder weniger attraktiv, wir tragen eine Verantwortung gegenüber dem Planeten mit den Fortbewegungsmitteln, die wir jeden Tag nutzen.
Attraktiver:
Schnelleres Auftanken,
Noch sind Benzin, Diesel überall käuflich und leichter zu bekommen als die Energie für E-Autos.
Die Energiepreise steigen weiterhin an, und du willst mir ernsthaft dann sagen,das wird langfristig günstiger bleiben“ weil du hauptsächlich bei dem Argument der Anschaffung bleibst, aber nicht den Rest bedenkst.
Die Preise für Energie werden weiter steigen, wenn Öl irgendwann einmal QUELLE versiegt, wars das mit Benzin, Diesel,Sprit, und das ist jetzt schon klar, dass es darauf hinauslaufen wird, und dass selbst dann das hochgepriesene E-Auto ein teures Produkt werden wird, vermutlich noch teurer als der Benziner.

Weitere Vorteile:
Infrastruktur-Tankstellen gibt es aktuell einfach noch mehr als E-Zapf-Säulen, diesen Fakt kann man nicht wegdiskutieren.
Anschaffungspreis, auch ist es jetzt immer noch so, dass ein gebrauchter Benziner billiger in der Anschaffung ist als ein E-Auto.
Reichweite, Benziner ermöglichen eine höhere Reichweite, ohne Ladestops, im Vergleich zum E-Auto.
Daher meinte ich ja: Was nützt mir ein E-Auto wenn es mich auf der Hälfte der Strecke theoretisch im Stich lassen würde?
Der Benziner ist leider noch die verlässlichere Variante.
Zuverlässigkeit: Der Benziner ist in seiner Technik immer noch sicherer, und fehlerfreier als die E-Autos, und die jahrelange Erfahrung mit ihnen beweist meine These.
Versicherungen Teilweise sind die Versicherungsprämien für Benziner immer noch günstiger als wie Versicherungen von E-Autos.

Ich sage nicht, dass das E-Auto per se schlecht ist, aber dass es um in allen Punkten bei mir punkten zu können, da es noch gewaltigen Aufholbedarf hat, bevor ich es ernsthaft als sicheres Transportmittel in Betracht ziehen würde.

Ich finde es gut, dass sie umweltfreundlicher als Benziner sind. Sonst sehe ich bis dato noch nicht den so großen Vorteil für Sie, und ja der aktuell niedrige Anschaffungspreis spricht für Sie. Falls der sich nicht ändern sollte.

Hier gibts noch mehr Argumente für den Benziner:

https://de.smart.com/de/drive-electric/ ... trol-cars/


Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Genau wissen kann man die weitere Entwicklung weder beim E-Auto noch beim Benziner. Bei dieser Art des "voraussichtlichen Planens" würde man im Endeffekt also nie ein Auto kaufen (egal ob E-Auto oder Benziner), da niemand die genaue Zukunft kennt. Bloß komplett auf einen PKW zu verzichten, ist für viele nicht möglich (besonders außerhalb der Großstädte steht es um die Alternative "öffentliche Verkehrsmittel" sehr schlecht), da kann man die Entscheidung nicht jahrelang aufschieben.
Das sehe ich nicht so. Man kann anhand von Fakten, Argumernten dann sehr wohl für sich selber entscheiden, welches Auto für einen selber mehr dann Sinn macht.
Zumal gibt es doch Beratungsgespräche gibt, bevor man ein Auto kauft.
Ich sagte nicht, dass ich nie einen PKW nicht fahren würde, ich habe keinen Führerschein, als stellt sich mir die Frage nicht was ich wählen würde.
Hätte ich einen Führerschein und das GELD für ein Auto, täte meine Wahl, wäre es technisch weit genug ausgereift und auf der Höhe mit dem Benziner, dann für das E-Auto.
Allein schon aus umweltfreundlichen Gründen.

Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Zudem waren meine Rechenbeispiele und Argumente der jetzige Stand, kein Zukunftsszenario. Bereits jetzt sind die laufenden Kosten von E-Autos nur ein Bruchteil als bei den Benzinern, wenn man überwiegend zu Hause laden kann. Bereits jetzt fahren viele Menschen keine sehr langen Strecken im eigenen PKW, sondern nutzen entweder Alternativen (z. B. Bus-, Zug- oder Flugreisen) oder bleiben (aus diversen Gründen) in Reichweite des eigenen Wohnorts.
Das fällt mir schwer zu glauben, sry. Etwas mehr Fakten, Quellen dazu würden helfen, das mehr glauben zu können.

Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Zudem musst du dich auch nicht auf ein ungewisses Zukunftsszenario einlassen und bereits jetzt auf E-Mobilität setzen. Falls in deiner individuellen Situation ein Benziner besser passt, kauf dir halt einen Benziner. Oder nutze öffentliche Verkehrmittel, falls du in der glücklichen Situation bist, in einer Stadt zu leben, die ein gutes öffentliches Verkehrsnetz hat.
Vorerst bleibe ich noch bei den Öffis.
Das wird sich leider aus finanziellen Gründen so schnell auch nicht ändern.
Wir leben am Land, aber wir haben hier zum glück eine Busverbindung, auch wenn die relativ teurer ist. Daher wünsche ich mir da auch mehr Alternativen fürs öffentliche Netzt, und das der Führerschein, und die Auto-Anschaffung in den Kosten gesenkt werden.
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Stand heute ist:
– Für viele Personen ist ein E-Auto die kostengünstigere Wahl, wenn man die Gesamtkosten betrachtet
Viele Personen sind konkret in einer Zahl. Wie viele?
Selbst wenn eine Zahl da wäre, wäre es leider nicht die optimale Lösung für alle, aber das scheinst du ohnehin verstanden zu haben.
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 - für viele Personen ist ein Benziner oder Diesel die kostengünstigere Wahl, wenn man die Gesamtkosten betrachtet (z. B. nur sehr wenige Jahreskilometer oder nur Laden an öffentlichen Säulen für 50 - 90 Cent pro kWh möglich)
Das ist auch immer noch der Grund, wieso der Benziner immer noch die Nase vorne hat.
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 - für viele Personen ist die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die kostengünstigere Wahl, besonders in Großstädten
In Städten ja, am Land nein.
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 - für viele Personen wäre ein E-Auto die geeignetste Wahl, ein E-Auto ist bereits jetzt für sie ein guter Ersatz zum Benziner/Diesel
Nochmals: Wie viele sind viele?und wenn sie das so tun wollen, habe ich mit Sicherheit nichts dagegen,
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 - für viele Personen wäre ein Benziner oder Diesel die geeignetste Wahl

- für viele Personen wäre die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel die geeignetste Wahl
Richtig und all diese Punkte darf man in der Debatte einfach nicht vergessen.
Zuletzt geändert von Sternchen am 27.04.2026, 22:14, insgesamt 1-mal geändert.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie gerne behalten.


Menschen und Dinge verlangen verschiedene Perspektiven. Es gibt manche, die man aus der Nähe sehen muß, um sie richtig zu beurteilen, und andere, die man nie richtiger beurteilt, als wenn man sie aus der Ferne sieht.

Zitat von François VI. Herzog de La Rochefoucauld
Benutzeravatar
Uncoolman
Zombiepirat
Zombiepirat
Beiträge: 12511
Registriert: 08.04.2007, 21:50

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Uncoolman »

Die öffentlichen Verkehrsmittel benutzten bis vor kurzem fast ausschließlich Diesel-Busse. Das war auch nicht ökologisch. Eisenbahn auf dem Land ist suboptimal, um es diplomatisch auszudrücken. Das Dilemma ist nun mal, dass ÖPNV nicht komfortabel ist: man kann nichts transportieren, man braucht lange, man muss umsteigen, die Haltestellen liegen ungünstig und teuer ist es außerdem. Gut, jetzt gibt es zunehmend abgasfreie E-Busse, aber auf dem Land klappt das weniger. Durch die Konzentration auf den Individualverkehr ist alles wegrationalisiert worden. Und so schnell kann man das nicht wieder auf den Stand von früher bringen, naja, und Busfahrer braucht man ja auch dafür. Ich kenne Dorfgemeinden, da gibt es weder einen Supermarkt noch einen Arzt noch einen Friseur, und als Post dient nur eine Packstation. Da braucht man schon alleine für Milch und Klopapier ein Auto. Da es erst recht keine Ladestation gibt, bleibt nur der Verbrenner.

Die Frage ist jedoch: da der begrenzte Radius bei E-Autos immer als Gegenargument angeführt wird, muss man mal überlegen, wer eigentlich 500 oder 1000 Kilometer fahren muss und warum. Zuallererst sind es die LKWs, die ich früher erwähnte. Also der gesamte Warentransport. Dann sind es Handwerker, Vertreter, Pflege- und Hilfsdienste oder Überlandbusse. Im Prinzip sind das alles Berufsfahrten. Wann kommt eine private Fahrt von 500 Kilometern zum Tragen? Urlaub? Wie schon erwähnt, sind 8 Stunden im Auto, mit Kindern und Hund, kein Vergnügen. Die üblichen Besuche und Ausflüge, die ich so kenne, schafft man auch mit einem E-Auto. Sie sind im Bereich von max. 200 Kilometern. Wenn man also für längere Reisen unbedingt ein Auto braucht, dann wären Autoreisezüge die sinnvollste Ergänzung (siehe Alpenüberquerung). Es geht nicht darum, gegen etwas zu wettern, sondern sich zu überlegen, was man besser machen kann. An erster Stelle stünde da der Ausbau der Ladestationen. Und zwar extrem.
Mathilda: "Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter."
Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."

Léon - der Profi


Filmrateliste von Nitrosamin:
http://nitrosamin.bplaced.net
Benutzeravatar
Cohen
Riesiger Roboteraffe
Riesiger Roboteraffe
Beiträge: 6549
Registriert: 24.12.2007, 13:34

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Cohen »

Sternchen hat geschrieben: 27.04.2026, 14:40
Cohen hat geschrieben: 27.04.2026, 08:59 Zudem waren meine Rechenbeispiele und Argumente der jetzige Stand, kein Zukunftsszenario. Bereits jetzt sind die laufenden Kosten von E-Autos nur ein Bruchteil als bei den Benzinern, wenn man überwiegend zu Hause laden kann. Bereits jetzt fahren viele Menschen keine sehr langen Strecken im eigenen PKW, sondern nutzen entweder Alternativen (z. B. Bus-, Zug- oder Flugreisen) oder bleiben (aus diversen Gründen) in Reichweite des eigenen Wohnorts.
Das fällt mir schwer zu glauben, sry. Etwas mehr Fakten, Quellen dazu würden helfen, das mehr glauben zu können.

Dir fällt also immer noch schwer zu glauben, dass die laufenden Kosten bei einem E-Auto deutlich geringer sind als bei einem Benziner oder Diesel?

Fakt 1: Der Durchschnittsverbrauch bei Benzinern liegt in Deutschland bei 7,7 Litern pro 100 km.
Fakt 2: Der Durchschnittsverbrauch bei Diesel liegt in Deutschland bei 7,0 Litern pro 100 km.
Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt

Fakt 3: Die aktuellen durchschnittlichen Benzinpreise sind 2,15 € für Super-Benzin und 2,10 € für E10-Benzin
Fakt 4: Der aktuellen durchschnittliche Dieselpreis ist 2,19 € (jeweils Tagesmittelwerte aller deutschen Tankstellen)
Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/info/spr ... e-128.html (Meldung von heute, also brandaktuell)

Fakt 5: Der aktuelle durchschnittlichen Strompreis liegt in Deutschland bei 31,64 Cent pro kWh.
Fakt 6: Der aktuelle durchschnittlichen Strompreis für Neuverträge liegt in Deutschland bei 25 Cent pro kWh.
Quelle: https://www.verivox.de/strom/strompreisentwicklung/

Fakt 7: Der aktuelle durchschnittlichen Strompreis liegt in Österreich bei 29 Cent pro kWh.
Quelle: https://www.stromrechner.at/was-kostet-eine-kwh

Fakt 8: Der Durchschnittsverbrauch bei Elektrofahrzeugen liegt zwischen 15,5 und 21,2 kWh pro 100 km.
Quelle: https://www.eon.de/de/pk/e-mobility/ele ... rauch.html

Bild

Daraus ergibt sich:
Super-Benzin: 2,15 € x durchschn. 7,7 Liter = durchschn. 16,55 € für 100 km bzw. 1655 € für 10.000 km
E10-Benzin: 2,10 € x durchschn. 7,7 Liter = durchschn. 16,17 € für 100 km bzw. 1617 € für 10.000 km
Diesel: 2,19 € x durchschn. 7,0 Liter = durchschn. 15,33 € für 100 km bzw. 1533 € für 10.000 km

sparsames Elektroauto mit 15,5 kWh Durchschnittsverbrauch:
Österreich: 0,29 € x 15,5 kWh = durchschn. 4,50 € für 100 km bzw. 450 € für 10.000 km
Deutschland: 0,3164 € x 15,5 kWh = durchschn. 4,90 € für 100 km bzw. 490 € für 10.000 km
Deutschland Neuvertrag: 0,25 € x 15,5 kWh = durchschn. 3,88 € für 100 km bzw. 388 € für 10.000 km

ineffizienteres Elektroauto mit 21,2 kWh Durchschnittsverbrauch:
Österreich: 0,29 € x 21,2 kWh = durchschn. 6,15 € für 100 km bzw. 615 € für 10.000 km
Deutschland: 0,3164 € x 21,2 kWh = durchschn. 6,71 € für 100 km bzw. 671 € für 10.000 km
Deutschland Neuvertrag: 0,25 € x 21,2 kWh = durchschn. 5,30 € für 100 km bzw. 530 € für 10.000 km

Fazit: Die Energiekosten bei Benzinern und Diesel sind derzeit also das Drei- bis Vierfache als bei einem E-Auto.
Multi-Gamer: Meta Quest 3, Switch 2, PC + PCVR, PS5 + PSVR2, Xbox Series X, iPad Pro M2, Steam Deck OLED, Switch OLED, Xbox One X, PS4 Pro + PSVR1, WiiU, iPad Air, 3DS XL, PS Vita, iPad 1, DS Lite, PS3, Wii, Xbox 360, PSP, Xbox, GameCube, GBA, PS2, GB Color, N64, PS1, Amiga, C128, Atari VCS
Benutzeravatar
Uncoolman
Zombiepirat
Zombiepirat
Beiträge: 12511
Registriert: 08.04.2007, 21:50

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Uncoolman »

Und wenn man das deutschlandübliche Durchschnittstempo eines durchschnittlichen Angeberautos von 250 km/h berücksichtigt... (Ironie!)...
Mathilda: "Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter."
Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."

Léon - der Profi


Filmrateliste von Nitrosamin:
http://nitrosamin.bplaced.net
donald
Profi-Abenteurer
Profi-Abenteurer
Beiträge: 914
Registriert: 20.12.2011, 02:33

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von donald »

Hi,

für diejenigen, die unterwegs tanken müssen, die können mal diesen ADAC Bericht lesen:
-> https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/e ... rompreise/ <-

Wir tanken immer noch Autogas, ist 1 € billiger als Super. Hoffentlich hält unsere Karre noch eine Weile.
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich
und manchmal auch die Hölle.
Benutzeravatar
Uncoolman
Zombiepirat
Zombiepirat
Beiträge: 12511
Registriert: 08.04.2007, 21:50

Re: Elektroautos vs Benzinautos, was ist umweltfreundlicher für die Umwelt?

Beitrag von Uncoolman »

Exakt. Das ist genau dieser Sch..., den ich mit „unbedingt verbesserungswürdiger Infrastruktur für Elektroautos“ angemahnt hatte... ;)

Kommt mir fast so vor wie die Abrisspläne für die Erde, die auf irgendeinem Hinterhausklo in „Per Anhalter durch die Galaxis“ zur Begutachtung auslagen... „Man hätte sich ja VORHER informieren können...“

Schade, dass die Asterix-Formular-Methode nicht funktioniert... Oder funktioniert sie vielleicht doch..???
Mathilda: "Ich bin schon längst erwachsen. Ich werde nur noch älter."
Léon: "Bei mir ist es umgekehrt. Ich bin alt genug, doch ich muss noch erwachsen werden."

Léon - der Profi


Filmrateliste von Nitrosamin:
http://nitrosamin.bplaced.net
Antworten