So, habe letzte Nacht (oder eher heute sehr früh am Morgen

) dann auch meine Statistik bewundern dürfen.
Juhu, endlich wieder Schlaf!
Uncoolman hat geschrieben: ↑26.03.2026, 14:19
Offenbar gibt es viele Enden, wenn auch keine fünfstellige Zahl. Was mich am meisten stört und weshalb ich gerade "hänge" ist, dass das Thema "Generationenraumschiff" nichts zur Geschichte beiträgt. Es ist eigentlich eine normale Detektivgeschichte, die auch im alten Rom oder in der französischen Revolution hätte spielen können (ersetze Serverraum durch Alchimistenlabor...). Die ausgesprochen ungewöhnliche und eigentlich unwirtliche Situation wird zwar erwähnt und auch die Gesellschaft ist danach ausgerichtet, aber für mich ist zu wenig SF in diesem SF...
Daß es ein Generationenraumschiff ist, hat schon Bedeutung. Das wird klar, direkt nachdem man endlich kapiert, warum das Spiel "Between Horizons" heißt.
Loma hat geschrieben: ↑26.03.2026, 18:45
Es fehlt hier etwas die Ausgestaltung und damit die Tiefe der Geschichte. Wenn wir uns schon entscheiden können, an einer Sitzung der Ethikkommission teilzunehmen, hätte ich das auch tatsächlich gerne erlebt.
Stimmt, auf dieses Treffen habe ich eigentlich auch die ganze Zeit gewartet.
Um mein Platon-Faible nochmals zu pflegen, hätte das natürlich alles so totalitäre Züge, wie man sie auch Platons Staat vorgeworfen hat. Allerdings wäre eben die ihm (u.a. von Popper) vorgebrachte "Entschuldigung" die, dass es eben um das Wohl der Menschheit geht und nicht um persönliche Machtinteressen der Kapitänin (was dann einer Tyrannei gleichkäme).
Demokratie halte ich bei einer solchen Mission tatsächlich nicht unbedingt für das beste Mittel.
Wenn sich aber die Menschen nicht persönlich gesehen und gehört fühlen, werden sie unzufrieden. Und dann passiert eben genau das, was im Spiel passiert ist. Sie fangen an zu rebellieren. Oder sich, wie auf der Erde, extremem Gedankengut zuzuwenden.
Letztendlich ist der Mensch eben egoistisch veranlagt. Primär geht es ihm nicht um die Menschheit an sich, sondern um das persönliche Wohlbefinden. Die Menschheit an sich hat nur so lange Priorität, wie er sich selbst sicher fühlt und nicht über eine gewisse Grenze hinaus zurückstecken muß.
Die, die sich zum Wohle der Menschheit für diese Mission entschieden haben, sind auch zumeist nicht die, die rebellieren. Die Rebellion geht primär aus von denen, die auf dem Schiff "geboren" wurden und nie die Möglichkeit hatten, sich zu entscheiden. Die das, für das sie selbst so sehr zurückstecken sollen, nie wirklich kennengelernt haben. Kann man wirklich von Menschen, Individuen, erwarten, ein vollkommen fremdbestimmtes Leben zu leben für etwas, das für sie eher ein abstrakter Gedanke ist, als ein reales Ziel?
Und wäre es letztendlich wirklich der Mission dienlich, wenn irgendwann die dritte Generation nur noch widerwillig überhaupt irgend etwas tun würde? Wenn überhaupt. Wenn alle nur noch unglücklich wären und mehr funktionieren als leben würden? Was ist, wenn dann etwas Unvorhergesehenes passiert? Wie könnte man damit dann adäquat umgehen, wenn der gesamten Bevölkerung das eigene und freie Denken abtrainiert wurde? Und 80% der Leute in einem Job arbeiten, der ihnen vielleicht überhaupt nicht liegt?
Wie man wohl gemerkt hat... Ich habe mich für die Abstimmung und die volle Wahrheit entschieden.
Etwas habe ich mich noch gefragt. Gibt es eigentlich auf dem Schiff für die zweite Generation (und eventuelle nachfolgende) überhaupt so etwas wie eine Kindheit? Bei den Personen in den Hinweisen stehen ja schon Achtjärige da mit eigenem Job und eigener Wohnung.
Die Sache mit dem Sorgerechtsstreit verstehe ich auch nicht ganz. Wenn jeder Person mit 35 Jahren ein neuer Schiffsbürger sozusagen zugewiesen wird, der dann in die Fußstapfen dieser Person treten soll und auch entsprechend erzogen wird, sollte es da doch eigentlich gar keine Streitigkeiten geben? So wie bei zwei Elternteilen, die sich zoffen, bei wem das einzige Kind bleiben darf, oder die die Kinder nicht trennen wollen. In dem System auf dem Schiff sollten solche Streitigkeiten eigentlich nicht existieren, da von Anfang an klar ist, welches Kind zu wem gehört. Und jeder genau eins davon bekommt.
Was ist eigentlich, wenn ein Kind stirbt? Wird dann dem entsprechenden Elter ein neues Kind zugewiesen? Oder bleibt derjenige dann auf ewig kinderlos und das Schiff hat ein Besatzungsmitglied weniger?
