Was genau gesagt wurde, weiß ich auch nicht mehr. Aber wie wäre es, wenn wir uns darauf einigen, daß durch den Ausfall des Stroms einfach der Ring nicht weiter gedreht wurde? Also sozusagen durch die Reibung von Natur aus abbremste, weshalb viele gegen die Wände geklatscht wurden, aber nur sehr wenige starben? Der Ring hat halt nicht innerhalb einer Sekunde von 100 auf 0 abgebremst, aber wurde halt doch eben plötzlich langsamer. Das würde auch die verschieden schweren Beschädigungen erklären. Manche Dinge sind halt fester mit dem Boden verbunden als andere.
kanedat hat geschrieben: ↑20.03.2026, 21:55
Die Sache mit dem "Mars-/Männlichkeit-Symbol" erschließt sich mir gar nicht. Wo soll das sein? Und mag jemand ein Screenshot davon einstellen?
Das war der zweite Hinweis in dem geheimen Fach, wo der Brief versteckt war. Ich habe das eigentlich von Anfang an so gedeutet, daß ich nach einem männlichen Kontakt suchen soll. Und wenn ich nicht irre, war die zweite Person der Kathegorie 2 weiblich.
Aber worüber ich auch irgendwie nachgedacht habe... Diese Reproduktionssache.
Natürlich ist es sinnvoll, in einer solchen Mission nur gesunde Menschen zu haben. Weil man in einem derart von allem abgeschotteten Gebiet Krankheiten viel weniger Herr werden kann, als z.B. auf einem Planeten wie der Erde. Und auch hier klappt das bisweilen ja eher nur so määäh.
Personen mit einer Krankheit, wie Stellas Mutter (Ist sie dann eigentlich ihre biologische Mutter? Hat Stellas Vater vielleicht Eizellen seiner Gattin mit an Bord nehmen dürfen? Trotz ihrer Herzschwäche? Oder wurde Stella auch nur aus dort angebotenem Genmaterial ausgesucht, und ihre "Mutter" liebt sie einfach deshalb, weil sie das Kind ist, das sie gerne mit ihrem Mann zusammen gehabt hätte?) durften ja auch verständlicherweise gar nicht mit auf die Reise gehen. Eigentlich sollten also, abgesehen von Verletzungen, alle ziemlich gesund sein.
Meine zwei Gedanken dazu waren:
1. Was für eine Welt wird das dann, wenn sie mal angekommen sind (also die Nachfahren der aktuellen Reisenden)? Eine ohne bisher bekannte Krankheiten. Und vor allem eine ohne angeborene Krankheiten oder Behinderungen. Also gerade das, was zumindest hier in Deutschland aktuell verboten ist. Z.B. eine befruchtete Eizelle auf Krankheiten und Behinderungen zu untersuchen. Eine (zumindest so angedachte) Welt der perfekten Menschen?
2. Aber daß es nicht wirklich klappt, den perfekten Menschen zu kreieren, wird auch klar. Zum einen ist halt doch nicht jeder mit der Aufgabe zufrieden, für die er genetisch ausgesucht wurde. Mann, sind Menschen auch kompliziert!

Und zum anderen entstehen unter den neuen Bedingungen auch neue Krankheiten (siehe dieses Kind auf der Krankenstation), von denen man vor Beginn der Reise noch gar nichts wußte, weil die schlicht auf der Erde nicht existiert haben. Und es ist nicht verwunderlich, daß da keine neuen Erkenntnisse mit den Botschaften von der Erde kommen. Dürfte schwer sein, an einer Krankheit zu forschen, die es (zumindest dort) gar nicht gibt. Und die dann wohl auch unter experimentellen Bedingungen schwer bis gar nicht nachzustellen / nachzuvollziehen ist. Und dann natürlich noch solche Fälle wie Luis' Mutter. Menschen, die eine Krankheit in sich tragen (wie Demenz in ihren verschiedenen Formen), die aber vorher unbemerkt waren. Ich glaube, es wurde nicht gesagt, ob man zuvor Gentests bei allen "Mitreisenden" durchgeführt hat. Falls dem so war, ist diese Art von "Krankheit" dabei wohl durchgerutscht. Oder die genetische Veranlagung betraf so viele, daß keine Wahl blieb, es einfach zu riskieren.
Unter all diesen Umständen verwundert es mich nicht wirklich, wenn es da im Untergrund Revolten gibt. Die Erde und ihre Bevölkerung ist zumindest für die junge Generation auf dem Raumschiff auch nicht mehr, als für die meisten jetzt noch lebenden Menschen z.B. WW2. Es gibt nur noch wenige, die wirklich dabei waren. Die meisten jetzigen Menschen kennen das nur noch aus Geschichtsbüchern. So wie das römische Reich oder die Punischen Kriege. Und nur manche sozusagen privilegierte Menschen, so empfinde ich mich zumindest dafür, noch aus Erzählungen aus erster Hand von Leuten, die wirklich damals schon gelebt haben.
Warum also sollten für die jungen Menschen auf dem Raumschiff, für die Generation, die dort ... geboren wäre wohl der falsche Ausdruck, oder? ... geschaffen wurde, die gleichen Werte gelten, wie für die "Erdgeborenen"? Das sind doch alles Dinge, die lange her sind. Vieles von dem, für das die Menschheit gekämpft hat, gibt es bestimmt nicht mal auf dem Raumschiff. Stella hat von einem Garten oder sowas erzählt? Irgendwas, wo sie ihr Haustier manchmal gassi führt. Aber ich habe, glaube ich, noch keinen einzigsten Baum gesehen. Gibt es auf dem Schiff Flüsse, Seen? Wie stellen sich wohl die Schiffserzeugten die Sonne vor? Vieles, für das die Menschen dieses Schiff gebaut haben, um als Spezies überleben zu können, muß für die jungen Menschen dort wie reine Fiktion klingen. Etwas, das man nur aus Geschichten, fast schon verklärten Märchen kennt. Und das man niemals selbst kennenlernen wird, denn das Ziel, einen Planeten, der mal sozusagen Earth 2 werden soll, wird man selbst nie bewundern können, sondern eher die Kinder oder Enkel. Wenn sie Glück haben und nicht vorher aus unvorhergesehenen Gründen das Schiff einfach Hops geht. Die Erdgeborenen sind alle freiwillig auf diese Mission gegangen und wußten, worauf sie sich einlassen und wofür sie das auf sich nehmen. Die Schiffsgeborenen wissen nur, daß sie weder das kennen, was wiedererstehen soll auf einem neuen Planeten, noch jemals erfahren werden, ob das auch gelingt.
Ich lasse das mal so stehen. Hat sich jemand von euch auch Gedanken dazu gemacht?